CLOPPENBURG - Fast 200 Schüler, die als Streitschlichter in ihren Schulen tätig sind, haben sich in Geseke bei Paderborn zum deutschen Streitschlichterkongress getroffen. Insgesamt hatte es weit über 100 Bewerbungen von Schulen aus der ganzen Bundesrepublik gegeben. Ausgewählt wurden Schüler von der achten Jahrgangsstufe an aus 45 Schulen aller Schulformen.
Das Clemens-August Gymnasium (CAG) durfte als eine von nur vier Schulen aus Niedersachsen am Kongress teilnehmen. So reisten vier Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen neun und zehn des CAG nach Geseke – stellvertretend für die gesamte Streitschlichter- AG der Schule. Es waren Annelie Hachmöller, Jens Tschritter, Anna-Lena Grave und Leonie Schlee. Begleitet wurden sie von ihrer Lehrerin Bärbel Bröring.
In dem Kongress wurden wichtige Themen zur Mediationsarbeit in Schulen erarbeitet. Während sich Lehrer, Sozialpädagogen und Sozialarbeiter in einem „Open space“ über die Umsetzung der Mediation an ihren Schulen austauschen konnten und Anregungen für zukünftige Ziele und Entwicklungen in diesem Bereich suchten, trafen sich die Schüler in 16 Workshops, die sie frei wählen konnten. Für die Schüler des CAG war der Workshop „Mobbing – ein Fall für die Streitschlichtung?“ besonders wichtig, da die Streitschlichter-AG des CAG in diesem Schuljahr hierauf den Schwerpunkt legt. Von Bedeutung war auch der Workshop „Ausbildung von Peermediatoren“, da ab dem nächsten Schuljahr die jetzigen Streitschlichter des CAG neue Streitschlichter mit ausbilden sollen.
Alle Schülerinnen und Schüler konnten zahlreiche Anregungen mit nach Hause nehmen und werden, nachdem das auf dem Kongress Erarbeitete der gesamten AG vorgestellt worden ist, sich an die Arbeit machen, die Ergebnisse des Kongresses in der Mediation am CAG umzusetzen. Alle fuhren nach eigenem Bekunden „mit dem sicheren Gefühl nach Hause, dass das CAG auf dem richtigen Weg in Sachen Mediation und Gewaltprävention ist“. Und der Kongress habe gezeigt, dass das CAG mit diesem Projekt nicht allein sei – auch wenn es in der Region noch nicht sehr viele Schulen gebe, die das Mediationssystem eingeführt hätten.
