CLOPPENBURG - CLOPPENBURG/EB - Beim Sonntagsspaziergang am 30. Juli stellt Museumsdirektor Professor Dr. Uwe Meiners ein Paradebeispiel Artländer Bau- und Wohnkultur vor: den Wehlburg-Hof. Mitte des 18. Jahrhunderts errichtete der Bauer Heinrich Wehlburg im Osnabrücker Artland eines der herausragenden ländlichen Baudenkmale Mitteleuropas. Allerdings drohte die Gehöftanlage 200 Jahre später zu verfallen. Als einzige Lösung zur Erhaltung des gesamten Ensembles blieb 1972 die Umsetzung ins Museumsdorf Cloppenburg. Dabei konnte nicht nur die Gehöftanlage, sondern auch ein Großteil des Inventars wie Möbel, Hausrat oder Ackergeräte erhalten werden. So präsentiert sich die Wehlburg heute als geschlossenes Bild regionaler ländlicher Architektur- und Kulturgeschichte, in dem auch der Obstgarten nicht fehlt. Zusammen mit Professor Meiners kann sich der Museumsdorfbesucher am Sonntag auf Spurensuche begeben und manches Stück dabei ein wenig stärker unter die Lupe nehmen, als es sonst

möglich ist. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr an der Museumskasse. Für Besitzer der NWZ -Card gibt es eine 50-prozentige Ermäßigung auf den Eintritt.

Kinder ab acht Jahren können in der Bauerschaftsschule im Museumsdorf Einiges über Schulalltag und Unterrichtsfächer vor 200 Jahren erfahren. Die Teilnehmer eignen sich Grundkenntnisse in deutscher Kurrentschrift an und legen zum Schluss die Dorfschulreife ab. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Museumskasse. Unter fachkundiger Anleitung des Museumsbäckers beginnt ebenfalls um 14 Uhr der Backkurs im Backhaus beim Hof Wehlburg. Hier können Kinder ab sechs Jahren ein Brot kneten und im historischen Backofen backen. Interessenten sollten sich rechtzeitig beim Backhaus Wehlburg einfinden.