CLOPPENBURG - Eine gute „Großwetterlage“ hat der Stadt Cloppenburg in den vergangenen Jahren eine positive Entwicklung beschert. Auch 2008 habe es überwiegend positive Signale für die Stadtentwicklung gegeben – Tribüne im Stadion, Mensa in der Schule Leharstraße, Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes – mit einem Warnsignal, Wirtschaftskrise, am Ende, sagte Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese beim Neujahrsempfang im Rathaus. 3,75 Millionen Euro seien in Straßenausbau, Erschließung von Baugebieten oder in die Bahnhofsumgestaltung investiert. Erfreulich auch: Elf Gewerbegrundstücke konnten 2008 verkauft werden. Im Gründerhof seien die Flächen voll belegt, bilanzierte Wiese.

Neue Investoren gewinnen

Vor zahlreichen „Machern“ am Standort Cloppenburg – Bundestags-, Landtags- und Kreistagsabgeordneten, Ratsmitgliedern, Geistlichen, Vertretern der Bildungseinrichtungen – kündigte der Bürgermeister für 2009 an: „Oben auf der Agenda steht, die wirtschaftliche Basis von Cloppenburg weiter zu stärken, neue Investoren zu gewinnen und zukunftsfähige Branchen zu unterstützen.“ Dazu müssten die Standortqualitäten verbessert, beziehungsweise stärker hervorgehoben werden.

Bildung wichtiges Thema

Zum Thema Bildung sagte der Bürgermeister: „Wir müssen die Nase vorn haben, was Erfindungen und Entdeckungen angeht.“ Bildungschancen dürften weder vom Bildungsgrad noch vom Geldbeutel oder der Herkunft der Eltern abhängig sein.“

Eine Forderung, die auch Professor Dr. Marianne Assenmacher, Präsidentin der Hochschule Vechta, in ihrem Vortrag „Die Bedeutung der Hochschule Vechta für die Wirtschaft der Region“ aufgriff. Die Hochschule sei fest in der Region verankert, machte sie deutlich. Für die Gesellschaft relevante Fragen müssten von der Wissenschaft beantwortet werden.

Für die Region habe die Hochschule „Antennenfunktion“: Sie binde durch die häufig in der Region verankerten Studenten – „Humankapital“ – höhere Konsumausgaben, bringe Leben und Aktivitäten sowie qualifiziert ausgebildete Arbeitskräfte in die Stadt – zumal, wenn die Hochschule forschungsstark sei, denn dann flössen zudem Forschungsgelder.

„Ressourcen nutzen“

Die Hochschule sei „Entwickler einer Region“, die auch Innovationsimpulse an die regionale Wirtschaft aussende. Dazu sei eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen und Stadtverwaltungen erforderlich – wie es etwa im Zentrum für deutsch-russischen Wissenstransfer in Cloppenburg der Fall sei. „Ressourcen nutzen“ – dieses Stichwort gilt auch beim dem Vorhaben der Hochschule, ein Fremdsprachenzentrum mit dem Schwerpunkt auf russischer Sprache zu gründen. Schließlich gebe es in der Region viele Menschen mit russischen Migrationshintergrund.