Cloppenburg - Ende vergangener Woche hat die niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) angekündigt, der neuen Landesregierung nicht mehr angehören zu wollen. In der jüngsten Legislaturperiode hatte sich die umstrittene Ministerin besonders den Zorn der Gymnasiallehrer zugezogen, deren wöchentliche Arbeitszeit die 51-Jährige um eine Stunde pro Woche verlängern wollte. Dagegen setzten sich die Lehrer vor Gericht erfolgreich zur Wehr. Zuletzt wurden etliche Gymnasiallehrer wegen des Lehrkräftemangels an Grundschulen abkommandiert.
Was erwarten nun die Gymnasiallehrer von einem neuen Kultusminister? Die NWZ hat bei den beiden Cloppenburger Gymnasien einmal nachgefragt.
„Der neue Kultusminister sollte die Schulform Gymnasium weiter und gut im Blick behalten. Er soll sich weiter für die Gymnasien einsetzen, damit deren Führungsposition in Sachen Leistungsfähigkeit im niedersächsischen Schulsystem erhalten und weiter verbessert wird“, sagt Studiendirektor André Braun, Schulleitungsmitglied am Clemens-August-Gymnasium.
Oberstudiendirektor Andrea Weber, Leiter der Liebfrauenschule, meint: „Bildung gelingt nur mit Geld und Stellen. Der neue Kultusminister muss alles daran setzen, damit geeignete Personen ins Lehramt gehen, denn es ist einer der schönsten Berufe.“ Zudem sollte er freien Schulen ermöglichen, gleichwertig mit staatlichen Schulen zu arbeiten. „Lasst uns in Schulen auch mal Dinge selbstständig zu entwickeln. Dafür brauchen wir Geld und Zeit.“
