CLOPPENBURG - Das „Schutzengel“-Projekt haben jetzt Roland Wilke von der Polizeiinspektion Cloppenburg und Olaf Vanselow, Sozialarbeiter beim Landkreis Cloppenburg, Jugendlichen der zehnten Klassen der Realschule der Marienschule vorgestellt. Das Projekt spricht junge Menschen im Alter von 16 bis 24 Jahren an – die Altersgruppe mit der größten Verkehrsunfallrisiko. Nach einer allgemeinen Projektvorstellung beschäftigten sich die Schüler in zwei Schulstunden mit dem Thema Straßenverkehr: Ausgangspunkt war ein Einführungsfilm, der eine Unfallsituation nach einem Autorennen darstellte. In der darauf folgenden Diskussion sollten die Jugendlichen in so genannten Dilemma-Spielen eine vorgegebene Situation weiter entwickeln. Dabei ging es etwa um Verkehrssicherheit, Promillegrenze und damit verbunden auch um Alkohol im Straßenverkehr.

Das Projekt „Schutzengel“ verfolgt zwei Ziele. Zum einen sollen die Jugendlichen selber nach einer Feier wohlbehalten nach Hause kommen und andererseits sich auch um Freunde kümmern. Schutzengel treten öffentlich gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr ein und versuchen somit eine Vorbildfunktion einzunehmen.

Nach dieser in der Schule erfolgten Qualifizierung werden die jeweiligen Schülerinnen und Schüler dem Landkreis für die Maßnahme gemeldet. Sie erhalten daraufhin einen zwei Jahre gültigen Schutzengelausweis, der den Jugendlichen zudem einige finanzielle Anreize bietet.

Darüber hinaus haben insgesamt 125 Schüler der siebten Klassen der Haupt- und Realschule Marienschule an den Präventionstagen teilgenommen. Im Rahmen des Präventionskonzeptes haben sich Lehrer und Schüler mit den Gefahren und Folgen des frühzeitigen Missbrauchs von Alkohol und Nikotin beschäftigt. Ziel der Präventionsarbeit war eine umfassende Aufklärung über die vielfältigen Verführer auf dem Weg zur Sucht und Abhängigkeit.

Durchgeführt wurden diese Präventionstage von der Fachstelle für Suchtprävention der Edith Stein-Stiftung und Harald Nienaber, dem Präventionsbeauftragten der Polizeiinspektion Cloppenburg.

Zusätzlich fand ein Informationsabend für Eltern statt, an dem die Experten ausführlich über die Trinkgewohnheiten Jugendlicher aufklärten sowie die Gefahren und Folgen des Missbrauchs von Suchtmitteln bei Jugendlichen verdeutlichten. Die Experten zeigten auf, wie die persönliche Stärkung der Jugendlichen dazu beitragen kann, Sucht zu vermeiden.