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Ruhestand Kapitänin Marlene Altevers verlässt das Schulschiff

Cloppenburg - Mehr als zehn Jahre lang ist Marlene Alt­evers Rektorin an der Johann-Comenius-Oberschule gewesen. Mit Ende des Schuljahres ging die langjährige Kapitänin – in Anspielung an das Motto der diesjährigen Schulentlassung „Auf zu neuen Ufern“ – von Bord. Sie wurde jetzt bei einer Feierstunde in der Schulmensa von Cloppenburgs Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese, der Dezernentin der Landesschulbehörde, Martina Reichel-Hoffmann, und Schulsprecher Murat Aydin im Namen der Schülerschaft feierlich in den Ruhestand verabschiedet.

Nach der Lehramtsausbildung mit einem Studium an der Pädagogischen Hochschule in Münster und der weiteren Ausbildung im Studienseminar Detmold erfolgte Altevers’ Dienstantritt in den niedersächsischen Schuldienst am 1. August 1977 an der Grund- und Hauptschule Esterwegen. Dort bildete sich die Pädagogin weiter fort – wurde Fachlehrerin für die Betreuung von Anwärtern, Beratungslehrkraft –, um im Dezember 1999 zweite Konrektorin in Esterwegen zu werden. Zum 1. Februar 2009 wechselte Altevers dann nach Cloppenburg – an die Haupt- und Realschule, wie die Johann-Comenius-Oberschule damals noch hieß. Am 1. Februar 2016 feierte die Rektorin ihr Jubiläum für 40 Jahre im Schuldienst.

Großes Engagement

„Das Erreichen dieser Wegmarken war – neben den eigentlichen schulischen Verpflichtungen – stets geprägt von Deinem großen Engagement für Unterricht und Schule“, sagte Martina Reichel-Hoffmann. Sie bedankte sich im Namen der Landesschulbehörde für den gewissenhaften und engagierten Einsatz im Schuldienst.

Ein großes Dankeschön sprach auch Murat Aydin stellvertretend für die Schüler der langjährigen „Kapitänin“ der Schule aus: „Wir wollen sagen, dass wir ,happy’ waren, Sie als Schulleiterin dieser Schule gehabt zu haben. Ihnen ist es gelungen, Ihre Liebe zu Schule und Schülern Tag für Tag unter Beweis zu stellen, und Sie waren uns damit immer ein leuchtendes Vorbild. Sie haben es geschafft, uns zu motivieren, zu fördern und hatten immer ein offenes Ohr, wenn irgendwo Probleme auftauchten.“

Auf Altevers’ Wirken und die Herausforderungen für die Schulleiterin ging Bürgermeister Wiese in seiner Rede ein. Altevers habe mit der Umwandlung in eine Oberschule, der Umbenennung, dem Erweiterungsbau, der Errichtung des Schulbiotops und der Integration vieler Migranten während der Flüchtlingskrise das Bild der Schule entscheidend mitgeprägt. „Es ist gewiss nicht leicht, eine Tätigkeit aufzugeben, die das eigene Leben so lange mitbestimmt hat und einen Wirkungskreis zu verlassen, der einem viel bedeutet. Und wie die Reaktionen auf Ihre Pensionierung zeigen, lassen Ihre Kolleginnen und Kollegen und auch Ihre Schülerinnen und Schüler Sie nur ungern gehen. Dem können wir uns als Stadt nur anschließen. Auch wir lassen eine so engagierte Schulleiterin, die ihren Job mit großer Hingabe und Leidenschaft ausübt, nur ungern gehen.“

Marlene Altevers nutzte ihre Abschiedsworte, um die hohe Belastung der Lehrer zu kritisieren. Das Thema „Schule“ werde häufig reißerisch diskutiert, jeder mische sich in die Diskussion ein, es fehle an Wertschätzung für die Lehrer. Schule sowie die Gesellschaft seien einem ständigen Wandel unterzogen. „Ist das überhaupt zu schaffen?“, fragte Altevers und nannte den Lehrer 4.0 als nicht ganz ernst gemeintes Modell: „Er ist eine Mischung aus Heinzelmännchen, Dompteur und Zauberkünstler.“

Auf zu neuen Ufern

Und obwohl die Lehrkräfte noch nicht über diese Zusatzqualifikationen verfügten, bedankte sich Altevers für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung bei den Kollegen. Ein Dankeschön ging auch an die fleißigen „Heinzelmännchen“ der Schule in der Verwaltung, der Mensa, im Kiosk und in der Werkstatt. Sie wünschte sich, dass die Kollegen ihren Teamgeist und die Herzlichkeit behielten, um auch im nächsten Schuljahr gemäß dem Motto „Auf zu neuen Ufern“ mit dem gewohnten Engagement neuen Zielen entgegen zu steuern.

Mareike Fangmann
Mareike Fangmann Redaktion Münsterland
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