CLOPPENBURG - CLOPPENBURG - „... Das Unterrichtszimmer ist ungenügend, da die Schüler an beiden Seiten der Tische sitzen müssen, so dass der Lehrer den Überblick verlieren muss. ...Die im Zimmer umherstehenden Bierflaschen tragen auch nicht zur Erhöhung der Aufmerksamkeit bei. Es ist deshalb baldigst ein anderes Unterrichtslokal zu beschaffen“.

So sah es 1911 in der Oberklasse der Cloppenburger Fortbildungsschule aus. Heute eine Anekdote, war es damals dem Ministerium des Innern ein Schreiben an das Großherzogliche Amt Cloppenburg wert mit der Bitte um Kenntnisnahme und Aufforderung zur Reaktion.

Viele Facetten der historischen Entwicklung der Berufsbildenden Schulen (BBS) am Museumsdorf in Cloppenburg haben die Schüler Anna-Lena Rolfes, Klaus Gebken, Kai Schulte und Gerd Holthaus in einer Chronik zusammengetragen, die einen Bogen von der Ackerschule bis zur heutigen modernen Bildungseinrichtung mit 122 Klassen in 22 Schulformen und rund 2500 Schülerinnen und Schülern schlägt.

Gestern stellten die vier Schüler der Klasse 12 der Fachoberschule Wirtschaft ihre Projektarbeit vor und übergaben erste Exemplare der Chronik an Schulleiter Günter Lübke sowie an den Ersten Kreisrat, Ludger Frische, für den Landkreis als Schulträger.

„Je tiefer wir geforscht haben, desto aufwändiger wurde das Projekt“, sagte Kai Schulte. Als Motive ihrer Arbeit nannte er das geschichtliche Interesse an der Schule, am Alltag der Schüler und Lehrer sowie die Tatsache, dass es bis dato keine Chronik gegeben habe. Schulleiter Lübke betonte bei der Gelegenheit, dass die BBS ein „wesentlicher Bestandteil der Bildungslandschaft“ sei.

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