CLOPPENBURG - Die BBS Technik in Cloppenburg und das City College in Brighton knüpfen in dieser Woche die Bande ihrer neuen Schulpartnerschaft enger. Erstmals besucht eine dreiköpfige LehrerDelegation aus England den Standort in Cloppenburg. Mike Hudson, Jenny Alsford und Alison Bullough informieren sich über das Schulsystem und Qualitätsmanagement und schnuppern in den Unterricht.

Die Unterschiede zwischen der BBS und dem College an der englischen Südküste werden bereits in der Kapazität deutlich. Während 132 Lehrerinnen und Lehrer 2820 Schülerinnen und Schüler an der BBS Technik unterrichten, kümmern sich im College rund 300 Pädagoginnen und Pädagogen um etwa 3500 junge Leute, dazu kommen noch etwa 6000 Teilzeitschüler. Auch die Systeme sind different. In England gehen die Schülerinnen und Schüler auch abends in den Unterricht, sie zahlen ein Schulgeld, und wenn sie bis zum 18. Lebensjahr keine Ausbildung abgeschlossen haben, müssen sie die weiteren Schritte aus eigener Tasche bezahlen. Und während Politiker, Bürokraten und Pädagogen in Deutschland gerade an der eigenverantwortlichen Schule basteln, agiert das College in Brighton bereits als Bildungskonzern mit eigenen Budgets und dem Erwirtschaften von Kapital.

Die Schulpartnerschaft soll ab dem kommenden Jahr auch auf Schülerebene forciert werden. Paul Streise, Jan Henkenborg und Michael Ehlleben von der BBS absolvieren vor den Osterferien ein vierwöchiges Praktikum in England, im Gegenzug werden englische Jugendliche in Cloppenburg erwartet. Eine BBS-Lehrer-Delegation mit Rektorin Margot Wiedenfeld war bereits in Brighton. Der Kontakt zwischen den Schulen ist allerdings in Saudi-Arabien zustande gekommen. Dort trafen ein BBS-Lehrer und eine College-Pädagogin bei einer Veranstaltung über Qualitätsmanagement zusammen.