CLOPPENBURG - CLOPPENBURG - Der nächste Winter kommt bestimmt. Doch dann sollen die 416 Schüler der Sparte Bau an der BBS Technik Cloppenburg keine kalten Füße mehr bekommen und nicht mehr unter Eiszapfen lernen und arbeiten, die sich an der Zeltdecke gebildet haben. Gestern erfolgte am Lankumer Ring der offizielle Spatenstich für den Neubau, der das jahrelange Provisorium der Zeltwerkstätten ablöst. Für kalkulierte 3,756 Millionen Euro entstehen vier Bauhallen, zwei Bankwerkstätten mit einer Maschinenwerkstatt, ein Baulabor, ein Zentrallager sowie weitere Nebenräume und sanitäre Anlagen. Erforderlich wird auch noch ein Regenrückhaltebecken.

„Die ersten Ausschreibungsergebnisse geben Anlass zur Hoffnung, dass wir unter den veranschlagten Kosten unterschreiten“, sagte Landrat Hans Eveslage. Weil sich das Berufsleben permanent verändere und neue Berufsfelder entstünden, seien auch die Berufsbildenden Schulen ständig im Wandel.

Es werde wohl nicht das letzte Bauprojekt an der BBS Technik bleiben, schaute Eveslage in die Zukunft. Größeren Handlungsbedarf gebe es aber zunächst an der BBS am Museumsdorf sowie an der BBS in Friesoythe.

BBS-Direktorin Margot Wiedenfeld äußerte sich zufrieden darüber, dass der Landkreis als Schulträger in die Ausbildung der Schüler investiert. „Seit zehn Jahren bin ich hier Schulleiterin. Wenn ich in zweieinhalb Jahren aufhören muss, weil ich 65 Jahre alt werde, will ich geordnete Verhältnisse hinterlassen“, formulierte sie ihr persönliches Ziel.

Mit dem Neubau arbeitet der Landkreis weiter an dem Mitte der 90er Jahre beschlossenen Raumprogramm. Das jetzige Projekt ist das Ergebnis eines Architektenwettbewerbes mit zwölf Teilnehmern. Die Bauhallen und Werkstätten sind in drei mit Pultdächern versehenen Gebäudeteilen untergebracht. Die Ausbilderstation und die Nebenräume liegen zentral im Innenhof der drei Hauptgebäude. Das Tragwerk des Neubaus besteht aus einer Stahlbeton-Sklettkonstruktion. Die Außen- und Innenwände der Bauhallen werden als Ziegelstein-Verblendmauerwerk ausgeführt.