CLOPPENBURG - Das Kapitel Schule wurde gestern beendet. Die Zeugnisse wurden beim Abiball begossen.

von björn buske

CLOPPENBURG - Nach mindestens 13 Jahren Schule sind die 79 Abiturientinnen und Abiturienten des Clemens-August-Gymnasiums in Cloppenburg gestern feierlich in einen neuen Lebensabschnitt entlassen worden. Nach einem ökumenischen Gottestdienst in der Augustinus-Kirche wurden die Abiturienten mit den besten Wünschen von Direktor Heinrich Hachmöller, Elternvertreterin Angelika Herrmann, Jahrgangssprecher Theo Windhaus sowie Studienrat Heinrich Gardewin aus ihrer schulischen Lernzeit verabschiedet.

Hachmöller, diesmal in einer Doppelrolle als Schulleiter und Vater, wies auf die Qualität des am CAG erworbenen Abiturs hin, während sich Windhaus in seiner launigen Rede den Lehrern und Eltern widmete. Letztere sollten sich statt der vorherrschenden Wehmut über den Abschied eher die Vorteile vor Augen führen: Der Wagen des Papas würde nicht mehr „trockengefahren“, und müde Schüler nach nächtlichen Zügen um die Häuser seien auch vorbei.

Nachdem Elternvertreterin Angelika Herrmann den Abiturienten gutes Gelingen beim Erreichen ihrer individuellen Vorstellungen in der Zukunft gewünscht hatte, empfahl Studiendirektor Heinrich Gardewin in seiner Rede handfestes Faktenwissen auf dem weiteren Lebensweg. Er wies aber auch darauf hin, dass so genannte „Fachidioten“ in Zukunft wenig Aussicht auf beruflichen Erfolg hätten. Vielmehr seien in Zukunft Anpassungsfähigkeit und Kreativität gefordert, sagte der Pädagoge.

Es war aber nicht nur eitel Freude. Überschattet wurde die Entlassung vom tragischen Tod des CAG-Lehrers Huldreich Jürgens vor einer Woche (die NWZ berichtete). Für ihn legten Schüler, Lehrer und Eltern gestern eine Gedenkminute ein.

Nach dem offiziellen Teil, der mit der Übergabe der Abiturzeugnisse endete, gab es im Innenhof des Gymnasiums einen von den Schülern organisierten Sektempfang. Die Festivitäten fanden gestern Abend im Saal Sieger in Thüle mit dem Abiball ein feucht-fröhliches Ende.