CLOPPENBURG - Ein halbes Jahr haben sie jede Woche gelernt, ein Pflaster richtig zu kleben, die stabile Seitenlage hinzukriegen oder einen Notruf abzusetzen. Jetzt legten Vanessa Finder, Nick Feldbusch, Brendan Müller, Amed Demir und Irem-Sue Genc von der Paul-Gerhardt-Grundschule in Cloppenburg ihre Prüfung ab und dürfen sich „Ersthelfer in der Schule“ nennen.
„Die Leistungen waren sehr gut. Schließlich ist die Materie für Kinder in diesem Alter nicht einfach zu lernen“, sagte Martin Gobert, Ortsbeauftragter der Johanniter-Unfall-Hilfe, der die Prüfung abgenommen hat. Auch Ausbilderin Bettina Huntemann, die die Lerninhalte vermittelte, war zufrieden. „Neben den fachlichen Fertigkeiten ist es vor allem wichtig, dass die Kinder im Notfall wissen, dass sie Hilfe leisten können“, betont sie. Sie hätten das Selbstbewusstsein entwickelt, bei einem Unfall nicht wegzulaufen, sondern zu helfen. Und sei es, dass sie dem Verletzten nur das Gefühl geben, nicht allein zu sein. Das Projekt „Ersthelfer in der Schule“ wird im zweiten Halbjahr im Rahmen des Ganztagsschulangebotes der Paul-Gerhardt-Grundschule fortgesetzt.
