CLOPPENBURG - Flach, groß, leicht: Die Autos der Hauptschule (HS) Barßel haben am Freitag die 5. Solarrallye der Heinrich-Kalkhoff-Stiftung in der Cloppenburger Innenstadt dominiert. Insgesamt 33 Mannschaften von 13 Schulen aus dem gesamten Landkreis Cloppenburg duellierten sich rund drei Stunden auf einer zehn Meter langen Holzplatte vor der LzO. „So viele Teams waren noch nie am Start“, sagte Stiftungs-Vorstandsmitglied Ludger Kalkhoff.

Im Finale setzte sich HS Barßel I gegen HS Barßel II mit 3:1-Wertungsläufen durch und strich so 500 Euro ein; die unterlegenen Schulkameraden durften sich mit immerhin 400 Euro für die Schulkasse trösten.

Das kleine Finale ging an die dritte Vertretung der Haupt- und Realschule Lastrup. Diese hatte sich mit 2:0 gegen die Marienschule Cloppenburg durchgesetzt.

Das Halbfinale war eine klare Angelegenheit für den späteren Sieger Barßel I (2:0 gegen die Marienschule) gewesen; die Kollegen von Barßel II (2:1 gegen Lastrup III) hatten da schon etwas mehr mühe gehabt.

Jede Menge Mühe vor allem mit dem Design hatte sich auch eines von fünf Teams gegeben, das vom Cloppenburger Clemens-August-Gymnasium ins Rennen geschickt worden war. Lohn der Mühen: Die Jury wählte „das rasende Huhn“ zum schönsten Fahrzeug im Feld und spendierte dafür 300 Euro.

Bei strahlendem Sonnenschein waren die jungen Konstrukteure mit ihren Modellen gegen 10 Uhr ins Rennen gegangen. Anschließend schoben sich jedoch immer wieder Wolken vor die Solarquelle: Um mit den so entstehenden Wartezeiten am Start den Zeitplan nicht völlig durcheinanderzubringen, entschlossen sich die Verantwortlichen kurzerhand, die Vorrundenläufe mit einem statt zwei Wertungsrennen durchzuziehen.

Stundenlang hatten die Schüler zuvor im Unterricht geplant, getüftelt und gebaut: Die Stiftung stellte allen Mannschaften denselben Bausatz zur Verfügung. Aus drei flachen Solarmodulen und einer Handvoll Zahnrädern fürs Getriebe bauten die sie höchst unterschiedliche Fahrzeuge. „Die Schüler waren besonders motiviert, weil wir auch sonst in der Schule viel mit Solarzellen arbeiten“, sagte Mario Rieger vom Schulzentrum Saterland.

Carsten Mensing
Carsten Mensing Redaktion Münsterland