CLOPPENBURG - 5838 von 7900 Kindern und Jugendlichen aus Wohngeld- oder Hartz IV-Familien im Kreis Cloppenburg, die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket in Anspruch nehmen können, haben dies auch getan. Dies entspreche einer Quote von 74 Prozent und stelle im Vergleich mit anderen Landkreisen einen sehr guten Wert dar, sagte Josef Potthast, stellvertretender Sozialamtsleiter beim Landkreis.
Potthast führt dies auf die gute Zusammenarbeit zwischen Elternhäusern, Schulen und Vereinen zurück sowie auf die intensive Werbung der Kreisverwaltung und des Jobcenters für die relativ neue Leistung. Ziel sei es, diese Zusammenarbeit noch weiter zu intensivieren, um noch mehr Kinder zu erreichen. Neben Lernförderung, Mittagessen, Schülerbeförderung und Schulbedarf gibt es Zuschüsse für Klassenfahrten sowie Vereinsmitgliedschaften und die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen. „Im Kreis Cloppenburg kann sich die Umsetzung des Bildungs- und Teil-habepaketes durchaus sehen lassen“, resümierte Klaus Karnbrock, Bereichsleiter beim Caritas-Sozialwerk.
Ein weiterer Baustein des vom Bund finanzierten Bildungs- und Teilhabepaketes ist das Sonderprogramm „Sozialarbeit an Schulen“, das bis Ende 2013 läuft. Josef Sieverding, Leiter der Stabsstelle „Strategie und Planung“ im Jugendamt, sieht auch hier den Landkreis Cloppenburg gut aufgestellt. „Wir haben 2011 rund 800 000 Euro für zusätzliche Sozialarbeit in die Schulen gegeben und könne diesen Betrag auch in diesem Jahr zur Verfügung stellen.“ Dabei stehe das Ziel im Vordergrund, durch gezielte Betreuung der Schüler, Ausgrenzungen wegen sozialer Armut entgegenzuwirken und Jugendlichen den Übergang in die Arbeitswelt zu erleichtern.
