CLOPPENBURG - Kindern die Gelegenheit bieten, die verschiedensten Instrument einmal auszuprobieren – dieses Ziel hat am Sonnabend die Kreismusikschule mit einem Tag der offenen Tür erreicht. Und die Chance nutzten viele. In den Fluren und Klassenzimmern herrschte dichtes Gedränge, Schlange stehen für Klavier oder Querflöte war angesagt.

Trotzdem hatten die Kinder Zeit, einen Ton zum Beispiel aus der Trompete heraus zu bekommen. Denn dass das nicht ganz so einfach ist, erlebte die fünfjährige Jessica Mielke aus Cloppenburg. Jessica interessiere sich aber eher für die Gitarre, berichtete Mutter Emilia. Um die Wartezeit zu überbrücken, ging die Tochter der Frage nach, wie sie einen Ton aus einer Trompete bekommt. Dabei half ihr Peter Ostermann, Lehrer für Trompete, und zeigte ihr, wie man die Lippen auf das Mundstück setzen muss.

Einfacher hatte es da „Lehrerkollege“ Ulrich Niemann mit seinem Schlagzeug. Beispielsweise war es für den fünfjährigen Tobias Henkenborg aus Cloppenburg eine Freude, mit den Stöcken richtig auf die Trommeln und Becken hauen. Das machte Spaß, auch wenn sich die Eltern die Ohren zuhielten.

Nach dem Abschluss der musikalischen Grundkurse, in denen es um Rhythmus und musikalische Grundsätze geht, wollen die Kinder und Eltern wissen, welches Instrument den das richtige sei, sagte der Direktor des Musikschule, Martin Hagemann, der sich über regen Zuspruch freut. Durch die zahlreichen Bläsergruppen und Musikvereine im Landkreis habe sich die Anzahl der Schüler von 1500 auf nunmehr 2500 in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Derzeit unterrichten 70 Lehrer die Schülerinnen und Schüler. Dabei werde der Unterricht dezentral, in den Schulen der Gemeinden im Landkreis je nach Bedarf gehalten.