CLOPPENBURG - Vertreter der Stadt, des Caritas-Sozialwerkes sowie der Haupt- und Realschule Pingel Anton/Galgenmoor haben jetzt eine Kooperationsvereinbarung zur „Profilierung der Hauptschule“ unterzeichnet. Bereits in zehn weiteren Hauptschulen des Landkreises laufen derartige Kooperationsvereinbarungen. Ziel dieser Maßnahme ist es, den Hauptschülern den Übergang von der Schule in den Beruf durch ergänzende sozialpädagogische Angebote zu erleichtern.
Paul Nienaber, Leiter der HS/RS Pingel Anton/Galgenmoor, zeigte sich erfreut darüber, dass die Diplom-Sozialpädagogin Martina Meyer aus Cloppenburg bereits seit Anfang September in seiner Schule tätig ist und die Schüler bei der Berufsorientierung unterstützt. Die Arbeit der Sozialpädagogin und die anfallenden Materialkosten werden vom Land Niedersachsen durch die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen im Rahmen des Programms zur Profilierung der Hauptschule“ mit maximal 26 000 Euro und durch die Stadt Cloppenburg mit 2000 Euro gefördert. Diese Richtlinie läuft Ende Dezember 2007 aus. Eine Verlängerung bis Ende 2010 ist geplant.
Klaus Karnbrock und Reinhard Möller vom Caritas-Sozialwerk – Träger der freien Jugendhilfe im Kreis – betonten die Bedeutung dieser Arbeit für die Jugendlichen, die ohne zusätzliche Unterstützung den Übergang von der Schule ins Berufsleben nicht schafften. Durch die Arbeit von Martina Meyer könnten die Schüler Angebote zur Berufsorientierung – wie Bewerbungstraining, Praktikumsbegleitung, Kommunikationstraining sowie Betriebsbesichtigungen – wahrnehmen. Die Sozialpädagogin könne dabei auf ein funktionierendes Netzwerk zurückgreifen. Die enge Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und der gute Kontakt zur lokalen Wirtschaft würden die Vermittlung von Hauptschulabgängern mit einem schlechten Zeugnis oder ohne Schulabschluss ermöglichen. Durch Praktika in mittelständischen Firmen könnten diese Jugendlichen zeigen, was in ihnen steckt, betonten die Caritas-Vertreter.
Auch Karin Westerhold von der HS/RS Pingel Anton/Galgenmoor betonte, dass besonders die mittelständischen Handwerksbetriebe durchaus bereit seien, Hauptschüler zu beschäftigen. Wichtig seien hier das persönliche Engagement und der Arbeitswille der Jugendlichen. Daher seien die Stärkung der Persönlichkeit und der Motivation sowie die Vermittlung von beruflichem Grundwissen wichtig für die langfristige Integration der Jugendlichen ins Arbeitsleben.
