CLOPPENBURG - Andreas Weber (50), zur Zeit noch Leiter an der Eichendorffschule in Wolfsburg, wird mit dem kommenden Schuljahresbeginn als Nachfolger des jetzt in den Ruhestand tretenden Oberstudiendirektors Peter Varelmann (die NWZ berichtete) die Leitung des kirchlichen Gymnasiums Liebfrauenschule Cloppenburg übernehmen. Das hat das Bischöflich Münstersche Offizialat in Vechta am Montag bekannt gegeben.
Der aus Meschede-Freienohl im Sauerland stammende Gymnasiallehrer und verheiratete Vater von drei erwachsenen Kindern ist schon viel herumgekommen. Der weiteste Weg führte die Familie nach Lateinamerika – ins peruanische Lima, wo Andreas Weber von 2001 bis 2005 stellvertretender und kommissarischer Schulleiter der Alexander von Humboldt-Schule war. Aber auch das Oldenburger Münsterland ist dem 50-jährigen Pädagogen schon vertraut. Hier war er von 1994 bis 2001 in Essen als Studienrat an der Haupt- und Realschule mit Orientierungsstufe tätig.
Mobilität und Verbundenheit mit Land und Leuten sind für ihn nach eigenem Bekunden kein Gegensatz, sondern „zwei angenehme Eigenschaften, die Sauerländer und die Menschen in Südoldenburg teilen“, weiß Weber. Und, so sein Lebensmotto, das auch für seine künftigen Schüler in Cloppenburg von Bedeutung sein dürfte: "Umwege erhöhen die Ortskenntnis!“
Sein Abitur hat Andreas Weber 1977 am Gymnasium der Benediktiner in Meschede bestanden und nach dem Wehrdienst dann in Münster, Bielefeld, Berlin und Vechta Katholische Theologie, Geschichte und Germanistik studiert. Sein Referendariat leistete Andreas Weber an der bischöflichen Friedensschule in Münster. Am Collegium Johanneum in Ostbevern sammelte der Pädagoge erste Erfahrungen als Internatserzieher, anschließend war er von 1987 bis 1994 als Internatsleiter und Gymnasiallehrer in Scheeßel tätig.
Katholische Schulen, „mit dem Evangelium als Fundament und bestimmt vom Geist der Freiheit des II. Vatikanischen Konzils, sollten sich durch ein ,WWW‘ auszeichnen“, wünscht sich Andreas Weber: „Wissen-Werte-Wärme“. Für die katholische Schule bedeute dies, dass sie ihr „Proprium“ (lat. Unverwechselbare Eigenidentität) entwickeln müsse. Die freie kirchliche Schule ist nach Ansicht des Noch-Wolfsburgers dem staatlichen Schulwesen gleichwertig, aber nicht gleichartig.
