CLOPPENBURG - CLOPPENBURG/EB - „Wir wollen einen weiteren Schritt zur Öffnung der Schule wagen.“ Schulleiter Paul Nienaber, Sozialpädagoge Norbert Schillmöller sowie alle Lehrer und Mitarbeiter der Haupt- und Realschule Pingel Anton/Galgenmoor in Cloppenburg sind sich einig. „Die Schule der Zukunft kann nur in enger Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule und mit einem hohen Maß an Offenheit funktionieren.“

Fabelhaft sei es, wenn dabei starke Partner wie die beiden großen Kirchen mit im Boot säßen. Dies seien in diesem Fall die katholische und die evangelische Erwachsenenbildung mit ihrem Konzept der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft unter der Leitung von Reinhard Hohmann.

Das Motto „Türen öffnen“ wurde in der Haupt- und Realschule wörtlich genommen. Mit ihrer Klassenlehrerin Sigrid Meyer-Lübke und ihrem Klassenlehrer Stephan Müller verbrachten die Schüler der 5Ha und 5Hb samt Eltern ein Wochenende in der Schule. Alle Beteiligten lernten die Schule als „Lebensraum“ kennen. Der Tag begann mit einem Rundgang durch die Schule mit den Eltern und dem Konrektor, Siegfried Fiebig, sowie einem gemeinsamen Kaffeetrinken. Anschließend beschäftigten sich die Väter und Mütter in Gruppenarbeit unter der Leitung von Alfons Gierse mit Themen der Elternarbeit in der Schule. Am Abend wurde gemeinsam gegrillt und in der Schule übernachtet. Schule und Elternarbeit müssten, da seien sich alle Beteiligten einig gewesen, den veränderten gesellschaftlichen Situation Rechnung tragen. Für viele Eltern berge die Institution Schule eine schwer überbrückbare Schwelle zur Kommunikation, die viele Gründe haben könne. So sei bei den meisten Problemen schlicht eine mangelnde

Kommunikationsfähigkeit die Ursache. Dies gelte nicht nur, aber besonders in Elternhäusern der Hauptschüler, hieß es. Grund für das Scheitern von schulischen Zielen sei vielfach ein gewisses Desinteresse, gepaart mit Ängsten, Kommunikationsproblemen und schlechten Erfahrungen.

In den ersten jetzigen Schulwochen wurde von den Klassenlehrern in der Haupt- und Realschule eine Einführungs- und Kennenlernphase veranstaltet, nachdem bereits in den Ferien Eltern und Kinder in einem „unbelasteten Gespräch“ über die Schule informiert worden waren.