Augustfehn - Seit drei Jahren ist die mittlerweile 20jährige Franziska Ostendorf nicht mehr Schülerin an der Oberschule (ehemals Haupt- und Realschule) Augustfehn. Trotzdem wird ihr jetzt eine große Ehre zuteil. An diesem Sonnabend wird sie gemeinsam mit Ingo Zach, ihrem ehemaligen Klassenlehrer, nach Oldenburg fahren, um in den Räumen des alten Landtags einer Einladung der Niedersächsischen Staatskanzlei zum „Tag der Ehrenamtlichen“ zu folgen. Vorgeschlagen wurde sie von der Gemeinde Apen in Zusammenarbeit mit der Oberschule Augustfehn und der Jugendpflege.

Bereits vorab gab es am Donnerstagabend ein Treffen in ihrer ehemaligen Schule in Augustfehn. In gemütlicher Runde und im Beisein von ihrem damaligen Klassenlehrer Ingo Zach, Jugendpfleger Renke Thye, Bürgermeister Matthias Huber sowie zahlreichen derzeitigen und ehemaligen Schülerinnen und Schülern der Oberschule wurde ihr besonderes Engagement im Schulalltag gewürdigt. „Einmal so werden wie Franziska, das möchten viele Kinder und Jugendliche, die sie kennengelernt haben. Wie nur wenige Menschen hat sie an unserer Schule Spuren hinterlassen“, meinte Ingo Zach.

Vielschichtig hat sich Franziska Ostendorf eingebracht in die Theatergruppe, hat beim Aufbau des Ganztagsunterrichts mitgeholfen, Klassenfahrten begleitet, sich um den deutsch-polnischen Schüleraustausch verdient gemacht. Ebenfalls groß war ihr Mitwirken im Jugendtreff. „Durch Franziska ist es gerechter und fairer an unserer Schule zugegangen. Sie war ein Glücksfall und ein Glücksmoment für alle, die mit ihr zu tun hatten. Für uns war es schlichtweg der Hit! Sie hat die Ehrung am Sonnabend in besonderem Maße verdient,“ lobte Ingo Zach seine ehemalige Schülerin, die sich auch nach ihrer Schulzeit weiterhin für die Schule engagierte.

Dankeschön sagten auch mehrere Schülervertreter, die der Ehrung im Jugendtreff beiwohnten. Bürgermeister Matthias Huber berichtete: „Wir sind als Gemeinde stolz, wenn sich Menschen engagieren. Das ist das, was oft fehlt. Wir brauchen solche Leute. Sie werden ihre Ausbildung oder Studium meist auswärts absolvieren. Aber wichtig und schön ist es, wenn sie später zurückkommen in die Gemeinde Apen und die Verbindung nicht abreißen lassen.“

Sichtlich bewegt berichtete die Angesprochene von ihrer Zeit an der Schule. „Schön, dass ihr alle da seid. In der siebten Klasse begann ich mit dem Theaterspielen. Fortan gab es zahlreiche andere Projekte, die mich interessierten und wo ich mitmachen wollte. Insgesamt fünfmal fuhr ich anlässlich des Schüleraustausches mit nach Polen.. Zum Schluss durfte ich sogar als Begleitperson mitfahren,“ erzählte Franziska Ostendorf den Gästen. Gespannt ist sie nun auf die Feierstunde an diesem Sonnabend in Oldenburg.