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Soesteschule Das Ministerium schreibt zurück

Jonas Schönrock

Elisabethfehn - Und noch eine gute Nachricht für die Soesteschule in Elisabethfehn. Wie berichtet, hat das niedersächsische Kultusministerium nach den öffentlichen Protesten des Schulelternrates zugesagt, zeitnah eine weitere Sozialpädagogen-Stelle zu schaffen. Jetzt geht es sogar viel schneller als erwartet. „Ich hatte heute einen Anruf vom Kultusministerium. Die Stelle wird sofort ausgeschrieben“, zeigte sich Schulleiter Kai Kuszak am Mittwoch erfreut. „Wir sind sehr glücklich darüber.“ Weiterhin wird eine halbe Sozialpädagogen-Stelle in eine Vollzeitstelle umgewandelt.

36 Stunden pro Klasse

Nach Angaben des Kultusministeriums sind für Förderschulen mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung bei ganztägigem Unterricht aufsteigend ab dem Schuljahr 2013/2014 36 Zeitstunden pro Klasse für Pädagogische Mitarbeiter vorgesehen. „Durch die aufsteigende Einführung des Erlasses werden in diesem Schuljahr die Klassen 1 bis 3 erfasst“, heißt es in einem Schreiben des Ministeriums an den Schulelternratsvorsitzenden Cord-Jürgen Bruns.

Derzeit würden diese Schuljahrgänge von 36 Schülern besucht. „Daraus ergeben sich rechnerisch fünf Sollklassen. Dies bedeutet einen Bedarf von 180 Stunden von Pädagogischen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen während der Schulzeiten“, heißt es weiter.

Derzeit gibt es vier Sozialpädagoginnen, die 121 Arbeitsstunden abdecken können, eine davon befindet sich jedoch im Schwangerschaftsurlaub. „Dies hat zu einer starken Belastung der verbliebenen Sozialpädagoginnen geführt – auch, weil eine davon Rollstuhlfahrerin ist, die durch ihre Erkrankung nur eingeschränkt einsetzbar ist“, schreibt Wolfgang Kuhlemann vom Kultusministerium.

Sehr glücklich

„Wir sind sehr glücklich mit dieser Entscheidung“, sagte Cord-Jürgen Bruns auf Anfrage der NWZ  am Mittwoch. „Jetzt sind insgesamt 150 Stunden abgedeckt.“ Das Kultusministerium habe die Angelegenheit komplett in die Hand genommen. „Das ist schon ungewöhnlich, dass die Landesschulbehörde übergangen wird. Das zeigt, dass unser Protest erfolgreich war.“

Gleichzeitig mahnte Cord-Jürgen Bruns jedoch an, dass auch die verbleibenden 30 Stunden noch mit einer Stelle abgedeckt werden müssen. „Im kommenden Schuljahr wird außerdem der Bedarf mit den Schülerzahlen weiter steigen, so dass wir dann noch eine weitere zusätzliche Stelle benötigen werden.“

Die Landtagsabgeordnete Renate Geuter (SPD) ließ, wie berichtet, in einer Pressemitteilung sowie in einem Schreiben an Bruns verlauten, sich dafür einzusetzen, dass die Soesteschule auch bei den nächsten Ausschreibungsterminen bedacht wird. „Daran wird sie sich messen lassen müssen“, sagte Bruns.

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