Bad Zwischenahn - Eigentlich sollte es bereits Anfang 2014 eine Elterninformation (und eine anschließende Elternbefragung) über eine mögliche Integrierte Gesamtschule (IGS) in der Gemeinde Bad Zwischenahn geben. Da nach dem Regierungswechsel im Land die angekündigte Änderung des Schulgesetzes allerdings auf sich warten ließ – und damit auch die Voraussetzungen für eine solche Elternbefragung und die Einführung einer möglichen IGS – wurden Information und Befragung verschoben. Mittlerweile gibt es zumindest einen Entwurf, das Schulgesetz soll zum 1. August verabschiedet werden.
Und erst danach soll es eine Elternbeteiligung geben. „Wir warten ab, bis die Gesetzeslage ganz klar ist“, betonte Bürgermeister Dr. Arno Schilling auf Anfrage der NWZ. „Unmittelbar danach“ könne es eine Elterninformation geben, im Herbst dann eine Elternbefragung, skizziert Schilling den weiteren Ablauf. Auch wenn eine solche Befragung im Gesetzesentwurf nicht mehr vorgeschrieben sei, wolle die Verwaltung daran festhalten. „Das ist auch politischer Wille.“ Deshalb gehe er auch davon aus, dass sich der Gemeinderat (der über eine Beantragung einer IGS oder auch – so von einer Elternmehrheit gewünscht – einer Oberschule) entscheidet diesem Elternvotum folgen werde. Zum 1. August 2016 könnte dann „die gewählte Schulform umgesetzt werden“.
Ursprünglich hatte der Schulausschuss 2011 die Erstellung eines gemeinsamen Konzeptes von Hauptschule und Realschule für eine Oberschule gefordert. Der Gemeinderat hatte später die Einführung einer Oberschule zum Schuljahr 2013/14 beschlossen. Im Sommer 2012 hatten SPD und Grüne dann den gymnasialen Zweig der Oberschule ins Gespräch gebracht, um diese Schulform später in eine IGS umwandeln zu können. Damit hatten sie im Schulausschuss zwar keine Mehrheit gefunden, im Rat allerdings schon. Diesmal spielte allerdings die Landesschulbehörde nicht mit, der eine Elternbefragung und verlässliche Zahlen fehlten. Im Februar 2013 hatte sich der Schulausschuss schließlich dafür ausgesprochen, den Antrag auf Einrichtung einer Oberschule zurückzuziehen und die Vorgaben aus Hannover nach dem Regierungswechsel abzuwarten. Insbesondere die Zwischenahner Realschule verzeichnet seitdem neben nennenswerten Abwanderungen im Jahrgang 5 zu Oberschulen angrenzender Gemeinden (vor allem Wiefelstede) auch Abwanderungen in den Klassen 6 und 7.
