• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

Dem Glück etwas nachhelfen

19.11.2011

HAMBURG Vom Metzger-Lehrling zum TV-Moderator, vom Taxifahrer zum Außenminister, vom bedürftigen Stipendiaten zum US-Präsidenten: Es sind extreme Lebensläufe wie die von Stefan Raab, Joschka Fischer oder Ronald Reagan, die Hermann Scherer interessieren. In seinem Buch „Glückskinder“ hat er sich die Frage gestellt, warum diese Menschen so erfolgreich sind.

Er fand heraus: Sie haben Selbstbewusstsein, Durchhaltevermögen und ein großes Netzwerk. Aber vor allem haben sie, was Scherer Chancenintelligenz nennt.

Darunter versteht er die Fähigkeit, Chancen zu erkennen, zu nutzen und sie sich zu erarbeiten. Eine Chance sei dabei nicht nur das Jobangebot, das Bewerber in der Zeitung finden. Und es sei auch nicht der genau geplante Aufstieg auf der Karriereleiter. Eine Chance liege meistens vielmehr direkt vor der Nase. Viele würden sie nur nicht erkennen. Um sie zu sehen, müsse man gegen den Strich denken und auch einmal gegen die Gewohnheit handeln.

Ein gutes Beispiel sei Stefan Raab, der den Eurovision Song Contest zunächst veralberte, dann mit seiner eigenen Produktionsfirma auf nationaler Ebene nachbaute und schließlich mit Lena 2010 zum Erfolg führte. Nur Raabs Fähigkeit, in dem European Song Contest eine Chance zu erkennen, ihn gegen den Strich zu denken, führte zu dem großen Erfolg, den er mit ihm hatte. „Der Schlüssel ist Initiative“, schreibt Scherer. Er plädiert für den Perspektivenwechsel. Ein Prozess müsse in einen völlig neuen Kontext gestellt werden. Das sei allerdings harte Arbeit. Und planen lasse es sich in der Regel auch nicht.

Eine Überzeugung, die der Hamburger Unternehmensberater Jens Braak teilt. Der Autor des Buchs „Zufallstreffer“ geht noch einen Schritt weiter als Scherer und rät jedem, nicht krampfhaft die Kontrolle über das eigene Leben behalten zu wollen, sondern den Zufall zu ermöglichen. „Es geht darum, einen Blumenstrauß an Möglichkeiten zu erzeugen.“

Den Zufall zu sich einladen, das klingt zunächst paradox. Wie das geht, gibt die Hamburger Karriereberaterin Ragnhild Struss Berufseinsteigern mit auf den Weg: „Kommen Sie mit möglichst vielen Personen aus Ihrem Zielbereich in Kontakt und machen Sie Ihren Traumjob öffentlich.“ Messen, soziale Netzwerke oder Jobbörsen, auf denen man seinen Lebenslauf veröffentlichen kann, seien wichtige Zufallsgeneratoren. „Zufall passiert nicht, wenn ich zu Hause herumsitze und darauf warte, dass jemand an meine Tür klopft.“

Jens Braak rät: Offen bleiben für den Zufall – und die damit verbundenen Chancen im Beruf. Und man sollte nicht so lange planen, bis alle Chancen vorbeigezogen sind.

Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

NWZ-Jobs.de
Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.