Tossens - Auf Forscher- und Entdeckertour begab sich am Mittwochmorgen die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen gemeinsam mit fünf Mädchen und Jungen des Tossenser Kindergartens. Der Anlass für den Besuch der Politikern in der Kindertagesstätte des Nordseebades bildete der bundesweite „Tag der kleinen Forscher“.
Dessen Veranstalter ist die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ mit der Unterstützung mehrerer Partner aus der Wirtschaft. Die bei diesem Projekt vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderte Stiftung engagiert sich seit 2006 für eine bessere Bildung von Mädchen und Jungen im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik.
Beim diesjährigen Thema „Wie wollen wir leben?“ sollen die Wohn- und Lebensräume erforscht und erkundet werden. Alexandra Antons, Leiterin des Tossenser Kindergartens, hatte dafür Informationen und praktische Versuche für den Bereich Abwasser-Entsorgung vorbereitet. „Wohin geht mein ..., wenn ich abziehe“ lautete die spannende Frage.
Der gingen die Kinder Aurelia (6 Jahre), Emma (6), Luca (5), Jannis (5) und Jonas (4) gemeinsam mit Gast Astrid Grotelüschen nach, die bei ihrem Besuch im Tossenser Kindergarten von Sabine Luga, Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Butjadingen, begleitet wurde.
Mit Blättern, Steinen, Erde und Wasser wurde eine „Matschepampe“ angerührt und die zunächst in ein grobes Sieb gegeben. Das hielt zwar Steine und Blätter zurück, jedoch nicht das schmutzige Wasser. Schon etwas heller (sauberer) war das durch einen Kaffeefilter gegossene Abwasser, doch trinken mochten die Kinder auch dieses Wasser nicht. „Das sieht ja sehr ekelig aus“, stellte Emma fest.
Wie leicht es zu einer Verstopfung eines Rohres durch Toilettenpapapier kommen kann, insbesondere wenn das Rohr kein großes Gefälle hat, war eine weitere Erkenntnis aus einem praktischen Versuch. Den per Buch nachgezeichneten Weg einer Toilettenspülung zum Klärwerk quittierten die Mädchen mit einem Nasenrümpfen, während die Jungen von ihren Erfahrungen mit Kleinkläranlagen berichteten, sehr zum Vergnügen von Astrid Grotelüschen.
„Kinder haben einen natürlichen Forscherdrang, den man auch einen entsprechenden Freiraum geben sollte“, machte Alexandra Antons deutlich. Dass im Kindergarten in Tossens nicht nur am „Tag der kleinen Forscher“ geforscht wird, erfreute Astrid Grotelüschen.
