Swiebodzin/Altenoythe - Aufregende sieben Tage liegen heute hinter den Schülern der Altenoyther Heinrich-von-Oytha-Schule. An diesem Mittwoch machen sich die Schüler mit den betreuenden Lehrern am frühen Nachmittag von Swiebodzin im Westen Polens aus auf die Heimreise. „Eine tolle, sehr interessante Reise“, urteilt der Konrektor der Schule, Wilhelm Wewer, am Dienstag im Telefongespräch mit der NWZ .

„Hier scheint die Sonne“, berichtet Wewer vom Besuch in der Stadt Poznan (Posen). Dort hatte die Gruppe etwa Europas größtes Palmenhaus besichtigt, die Kathedrale und zudem eine Brauerei.

Beeindruckend fanden Schüler wie Lehrer – neben Wewer sind Rita Kühn und Anna Kempken mit in die polnische Partnerstadt Friesoythes gereist – etwa die 36 Kilometer lange Bunkeranlage in Boryszyn (Burschen). Der Höhepunkt des Austausches? „Das Konzert von Flutlicht“, sagt Marzena Celejewska, „der Hammer“. Die Lehrerin organisiert den deutsch-polnischen Austausch. Die Friesoyther Band war am Wochenende zum ersten Mal in Swiebodzin aufgetreten und hatte für Begeisterung gesorgt.

Beeindruckend fand Konrektor Wewer aber auch den Musical-Auftritt des Gymnasiums 1 mit dem Lyzeum. . Erstmals sind Lehrer und Schüler auch mit allen Gasteltern bei einem Grillabend in Kontakt gekommen.

Die Verständigung mit den polnischen Mitschülern und den Gasteltern funktioniere gut, berichtet Christina Gerletz. „Wir unterhalten uns auf Deutsch oder Englisch. Und notfalls mit Händen und Füßen“, berichtet die 16-Jährige. Genau hier liege ein Sinn des Austausches, sagt Marzena Celejewska: die Verbesserung der Sprachkenntnisse. Für die polnischen Schüler gelt es vor allem, besser Deutsch zu lernen. Es gehe aber auch darum, Vorurteile abzubauen, Bräuche, Sitten und den Alltag der Polen kennenzulernen.

Das Ziel scheint mehr als erreicht zu sein: Aron Schmutzler aus Altenoythe jedenfalls wird der Abschied „schwerfallen“. „Ich habe hier viele Freunde gefunden“, sagt der 15-Jährige, der bereits zum zweiten Mal in der polnischen Partnerstadt ist, am Telefon. „Man sammelt jedes Mal neue Eindrucke und schließt neue Kontakte.“ Gerne würde er in den Ferien wiederkommen.

Vor der Abreise an diesem Mittwoch pflanzen die Schüler noch ein Eisenblatt mit eingravierter Jahreszahl. Die im vergangenen Jahr begonnene Tradition soll irgendwann einen „ganzen Blätterwald“ hervorbringen, ist Wilhelm Wewer zuversichtlich.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)