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Prävention Der Schulranzen will richtig gepackt sein

Sonja Klanke

Hude - „Denk an mich. Dein Rücken“ lautet das Motto der Präventionskampagne der gesetzlichen Unfallversicherung (GUV). Im Rahmen der Kampagne waren Dirk Pargmann und seine Kollegin Stephanie Minde vom Gemeinde-Unfallversicherungsverband Oldenburg am Dienstagmorgen in den beiden dritten Klassen der Grundschule Jägerstraße zu Gast. Jeder Schüler wurde einmal mit und einmal ohne Ranzen gewogen, um zu überprüfen, ob die Taschen der Kinder zu schwer sind.

Zehn bis 15 Prozent des Körpergewichtes darf die Schultasche wiegen, erklärte Pargmann. „Ihr seid eine Vorzeige-Klasse“, lobte der Versicherungsmitarbeiter die Schüler der 3a. Nur drei der insgesamt 23 Schüler hatten ihre Tasche an diesem Morgen zu voll beladen. Im Schnitt hätten 30 bis 40 Prozent der Kinder eine zu schwere Tasche dabei, berichtete Pargmann. „Es gibt aber auch Klassen, da ist jeder zweite Ranzen zu schwer“, ergänzte er. Gemeinsam mit seiner Kollegin klärte Pargmann die Kinder nicht nur über das Gewicht der Ranzen, sondern auch über die richtige Position der Trageriemen auf. Wird der Ranzen nur mit einem Riemen lässig über die Schulter gehängt oder sind die Riemen so lang eingestellt, dass der Ranzenboden in Höhe des Pos sitzt, belaste dies die Wirbelsäule. Der Ranzen sollte so eingestellt sein, dass schwere Bücher nah am Rücken transportiert werden können.

Sie rieten den Kindern, gemeinsam mit den Eltern zu überlegen, wie das Gewicht der Schultasche reduziert werden könne. Dabei sei es nicht nur wichtig, ausschließlich die Schulsachen einzupacken, die auch am gleichen Tag benötigt werden, sondern auch zu beachten, dass beispielsweise eine Trinkflasche aus Glas das Gewicht deutlich erhöht.

Langzeitschäden

Die Mitarbeiter der GUV machten den Kindern außerdem deutlich, dass eine zu hohe Belastung des Rückens zu Langzeitschäden führen kann. Laut GUV leidet Studien zufolge bereits ein Drittel aller Grundschüler gelegentlich unter Rückenschmerzen. Als Ausgleich zum stundenlangen Sitzen in der Schule sollten die Kinder in ihrer Freizeit ausreichend Sport treiben. „Der Rücken braucht Bewegung, wer rastet der rostet“, animierte Pargmann die Kinder.

Klassenlehrerin Christel Neteler freute sich über das positive Ergebnis, denn die Schule hatte in der Vergangenheit viel dafür getan, um den Kindern aller Klassenstufen den Transport ihrer Unterrichtsmaterialien zu erleichtern. So hat jedes Kind im eigenen Klassenraum eine Schublade, in dem es Bücher, Hefte und weitere Unterlagen verstauen kann. Außerdem hat die Schule laut Nesteler im vergangenen Jahr neues Mobiliar angeschafft: Seitdem hat jedes Kind unter seinem Tisch einen Ablagekorb. Zudem würden die Lehrer sehr genau darauf achten, dass sie den Kindern erklären, welche Materialien sie für die Hausaufgaben einpacken müssen, erläuterte Neteler.

Warnwesten

Damit die Kinder in Zukunft nicht nur mit einer leichteren Tasche in die Schule gehen können, sondern auch auf dem Weg dorthin von anderen Verkehrsteilnehmern gut gesehen werden, bekamen sie Warnwesten und Mützen mit Leuchtstreifen geschenkt.

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