Wildeshausen - Es sind bewegende Bilder, eine Ausstellung des gemeinsamen Gedenkens, welche jetzt im Stadthaus Wildeshausen zu sehen ist.
Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Hauptschule Wildeshausen eröffneten am Dienstag im Stadthaus eine selbst erarbeitete Ausstellung zum Holocaust. Gemeinsam mit Bernard Werner, dem stellvertretenden Schulleiter präsentierten die Schülerinnen und Schüler unter anderem Plakate über Juden in Wildeshausen, die Reichspogromnacht oder zum Leben der Anne Frank. Auch ein Modell eines Konzentrationslagers befindet sich unter den Ausstellungsstücken.
Passend zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar gestaltete die Hauptschule Wildeshausen seit Anfang Dezember eine Projektarbeit. Die circa 40 Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich unter der Leitung von Kerstin Timmen ausgiebig mit dieser Thematik. Dafür wurden verschiedene Texte gelesen und Filme geschaut. „Uns ist bewusst geworden, wie schlimm das alles war und wie viele Menschen durch den Holocaust eigentlich ums Leben gekommen sind“, sagte Laura Woltaeck (15).
Der stellvertretene Schulleiter Bernard Werner betonte, dass es vor allem darum ging, nicht nur Texte zu lesen, sondern auch praktisch zu diesem Thema zu arbeiten. Zudem sollen auch andere Mitschülerinnen und Mitschüler einen Eindruck von der Projektarbeit bekommen. Dafür arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen zusammen und gestalteten gemeinsames Informationsmaterial.
Ian Bunjes (16) zeigte sein Plakat zum Thema der Befreiung der Konzentrationslager und sagte: „Man fragt sich, wie so etwas passieren kann. So etwas darf nie wieder geschehen, nirgendwo auf der Welt.“ Höhepunkt der Eröffnung war die Verleihung des Staffelstabs zum Holocaustgedenktag, welcher seit 2014 einmal im Jahr an eine Schule verliehen wird. Mit großem Lob überreichte Hans Ufferfilge, Fachbereichsleiter „Bildung, Sport, Kultur und Wirtschaft“, diesen Stab den Jugendlichen. Dazu betonte er: „Wir dürfen unsere Geschichte niemals vergessen. Wir sollten sie immer im Herzen tragen, so dass sich so etwas nie mehr wiederholt.“
Die Ausstellung war zunächst in der Hauptschule Wildeshausen zu sehen. Nun wird sie noch bis zum Ende nächster Woche im Stadthaus gezeigt.
