Westerstede - 42 Jahre lang hat sie täglich Kinder auf ihren Lebensweg gebracht und ihnen das nötige Wissen vermittelt. Nun verabschiedet sich Helga Leneke am 26. Juni in die Ferien. Zum 1. August wird sie dann offiziell in den Ruhestand versetzt. Neben ihr verlassen auch fünf weitere Lehrende die Schule (siehe nebenstehenden Kasten).

Die Geschichts-, Deutsch- und Kunstlehrerin hat in ihrem Schuldienst 26 Jahre lang an der Hössenschule in Westerstede unterrichtet. Nach so vielen Jahren fällt ihr der Abschied dort besonders schwer. Die 62-Jährige hat aus ihrer Berufszeit einiges zu berichten, wobei es sowohl fröhliche als auch traurige Momente gab.

So erinnert sie sich noch gut an einen Schülerstreich an ihrer ersten Stelle im Schulzentrum Saterland. Ihre Klasse wusste von ihrer Phobie gegen jegliches Ungeziefer. Als Leneke während des Unterrichts ein Piepsen aus ihrem Pult hörte, öffnete sie es nach kurzem Zögern und blickte entsetzt auf ein Mäusenest. „Das werde ich nie vergessen“, sagt Leneke.

Auch von der Hössenschule weiß sie eine Anekdote zu berichten. „Es war kräftiges Schneetreiben und Blitzeis im Winter, als ich mich zu Fuß zur Schule kämpfte“, berichtet Leneke. Sie wunderte sich, dass kein Licht brannte und keine Kinder da waren. Schließlich kam der Hausmeister lachend auf sie zu – sie hatte vergessen, das Radio einzuschalten und somit nicht erfahren, das die Schule ausfiel.

In der Hössenschule kam Leneke verschiedenen Tätigkeiten nach. So war sie Fachleiterin in Kunst, sechs Jahre als Personalrätin tätig und vier Jahre im Schulvorstand. Zudem erledigte sie die Pressearbeit. Während ihrer 42 Dienstjahre betreute sie durchgehend eine Klasse. ♥♥

Am 20. Juni wurde Leneke von ihrem Kollegium verabschiedet. Ihre Klasse plant nun für diesen Mittwoch, 26. Juni, dem letzten offiziellen Arbeitstag der Lehrerin, eine Abschiedsfeier.

„Ich freue mich auf meinen Ruhestand. Die Arbeit wird mir aber sicherlich fehlen, auch die vielen Erfolgserlebnisse mit den Kindern“, sagt Leneke. Sie will die nun gewonnene freie Zeit vorrangig ihrer Enkelin widmen. Leneke wünscht „allen Kindern, dass sie von ihren Eltern gut begleitet und unterstützt werden, was ihre schulischen Anforderungen angeht. Denn Kinder sind das kostbarste Gut.“