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Studium Die Welt ist ihr Zuhause

Sandkrug - In zwei Koffern befindet sich ihr gesamtes Leben. Anna Kokott wechselt Ende Januar zum dritten Mal innerhalb eines guten Jahres ihren Wohnort – und das Land. Die Sandkrugerin lebt seit einem halben Jahr in der litauischen Hauptstadt Vilnius, bald geht es nach Mailand. Vorher hat sie ein Auslandssemester in Rom verbracht und ein Semester in München. „Jeder, der ein Auslandssemester gemacht hat, sagt, das sei das beste was er je gemacht hat, das habe sein Leben verändert. Ich weiß jetzt: Das ist wirklich so“, sagt die 23-Jährige. Aber ist das nicht schwer, so ganz alleine in ein fremdes Land zu gehen? Klar, sagt Kokott – aber es lohnt sich.

Sie hat „locker“ gestartet – mit einem Praxissemester in München, wo sie bis zu ihrem elften Lebensjahr lebte und noch Verwandte hat. „Dann dachte ich: Woanders ist gut“, sagt sie. Nächster Schritt: Ausland, Rom. Dass sie italienisch konnte, half ihr dort – auch in anderer Weise, als man zunächst annimmt.

Kultur kennenlernen

„Man trifft in der ersten Woche ganz viele Leute, die wie man selbst ganz neugierig sind und viel Power haben. Man lernt schnell Leute kennen, und das gut“, erzählt Kokott. Aber: „Man ist schnell in der Erasmus-Blase.“ Aus der ist sie aber – dank der Sprachkenntnisse – entkommen. „So konnte ich die Kultur von Grund auf kennenlernen. Das ist ein großer Pluspunkt.“

An einem Abend saß sie mit einem US-Amerikaner, einem Uruguayaner und einer Französin in Rom und hat über Weltpolitik diskutiert. „Da wusste ich: Ich mache das Richtige“, sagt Kokott.

Ihren Master wollte sie dann komplett im Ausland machen. Sie stieß auf den Studiengang „International Communications“ der Uni Groningen, in dem man jedes Semester woanders studiert. „Den muss ich machen“, dachte sie sich. Das erste Semester in Vilnius, nun Mailand – und dann? „Das ist egal, die Masterarbeit kann ich überall schreiben“, sagt sie. Reizen würden sie China und die USA.

Man findet auch überall schnell Freunde, erzählt die 23-Jährige. Sie habe zwar in Sandkrug ihre beste Freundin, aber auch vor Ort braucht man jemanden, um über alles reden zu können.

Keine Scheu haben

In Rom war das eine Finnin, die sie auch schon in Helsinki besucht hat, in Vilnius eine Kanadierin. „Der Abschied ist auch immer supertraurig, weil man nicht weiß, wann man sich wiedersieht.“ Man bleibe aber heute leicht über die sozialen Medien in Kontakt.„Viele scheuen sich, ein Auslandssemester zu machen – und das aus den falschen Gründen. Weil es zu teuer ist, oder ein Semester länger dauert. Die möchte ich schütteln und ihnen sagen, sie sollen es machen“, sagt Kokott. Finanziell gebe es immer Wege: Erstens verlängert sich dadurch das Bafög, in Rom hat sie sogar zusätzliches Auslandsbafög bekommen – und in Vilnius sind die Lebenshaltungskosten sehr gering.

„Ins Ausland ziehen ist super anstrengend“, gibt sie zu. Aber man lernt, mit wenig auszukommen. „Ich habe meinen Privatbesitz auf ein Minimum reduziert, habe keine Deko und keine Bücher. Aber die brauche ich auch nicht.“ Anna Kokott ist bereit für den nächsten Umzug. Per Flugzeug.

Mathias Freese
Mathias Freese Sportredaktion
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