Dötlingen - Woher kommt der Treibhauseffekt? Was hat CO2 damit zu tun und wie können wir weniger davon verursachen? Antworten auf diese Fragen gab es am Dienstag für Schülerinnen und Schüler der Grundschule Dötlingen. Bei einem Aktionstag zum Thema Klimaschutz und Energie sprachen die Viertklässler mit Biologin Edith Janßen und Förderschullehrerin Ingrid Berghaus über die Erderwärmung und alternative Möglichkeiten zur Stromerzeugung. Unterstützt wurden die beiden Vertreterinnen des Regionalen Umweltbildungszentrums Hollen (RUZ) durch Göntje Haverkamp und Siemke Bantele, die dort zurzeit ihr freiwilliges ökologisches Jahr absolvieren.

„Mir haben die Experimente am besten gefallen“, erzählte der neunjährige Lasse am Ende des Tages: In verschiedenen Versuchen konnten die Kinder selbst ausprobieren, welche Alternativen es zu Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken gibt. So lernten sie, wie Energie mithilfe von Wind, Sonne und Wasser erzeugt werden kann. Anschließend entwickelten sie gemeinsam mit den Vertreterinnen des RUZ Strategien, wie sie Strom sparen und im Alltag weniger CO2 verursachen können. Zum Beispiel, indem sie elektronische Geräte ausschalten, anstatt sie im Stand-by-Modus zu lassen, oder indem sie öfter mit dem Fahrrad zur Schule fahren.

„Ich fand es toll herauszufinden, wie ich auch zuhause und in der Schule Strom sparen kann“, meinte die zehnjährige Katharina. Diese Erkenntnis war den Vertreterinnen des RUZ besonders wichtig. Die Kinder sollten lernen, dass sie selbst etwas für den Schutz des Klimas tun können und dass auch kleine Handlungen etwas bewirken, so Janßen.

Die Kinder wüssten heute bereits viel mehr über das Thema als noch vor einem Jahr, zogen Berghaus und Janßen Bilanz. Auch durch Greta Thunberg und die „Fridays- for-Future“-Bewegung würden sie sich inzwischen mehr damit beschäftigen, da ist sich Berghaus sicher. „Die letzen Monate haben viel gebracht“, meinte sie. „Auch in den Familien entwickelt sich das Bewusstsein immer mehr“, fügte Haverkamp hinzu.