DöTLINGEN - „Die Bedeutung des Computers im Unterricht wächst.“ Davon ist Melanie Kahnt, Schulleiterin der Grundschule Dötlingen, fest überzeugt. Aus diesem Grund hat das Lehrerkollegium in Zusammenarbeit mit den Eltern und Schülern ein Medienkonzept ausgearbeitet. Im Rahmen dessen sollen die Kinder im Schulunterricht an das Arbeiten mit dem Computer herangeführt werden.

Dabei stehen zunächst grundlegende Fakten rund um den Computer auf dem Lehrplan. „Das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler ist sehr unterschiedlich, einige haben einen PC zu Hause, andere haben noch nicht mit einem Computer gearbeitet“, erläutert Kahnt. Neben den technischen Details sollen die Kinder jedoch vor allem den Nutzen des Computers für den Unterricht entdecken. „Wir wollen den Schülern das Internet näher bringen“, erklärt die Schulleiterin weiter. Hier könnten sich die Mädchen und Jungen gezielt zu Unterrichtsthemen informieren. Zudem sollen die Kinder über die Gefahren, ausgehend von dubiosen Seiten, aufgeklärt werden.

Noch stecke die Umsetzung zwar in den Kinderschuhen, „doch seit Mai letzten Jahres haben wir an dem Konzept gearbeitet, nun existiert es auf dem Papier“, verrät die Schulleiterin. Über einen Computerraum mit insgesamt neun Arbeitsplätzen verfügt die Grundschule bereits. In einer Computer-Arbeitsgemeinschaft für die Schüler der dritten und vierten Klassen sind diese seit einiger Zeit im Einsatz.

Lehrer Horst Lüschen ist sehr zufrieden mit dem Lernverhalten der Kinder: „Sie sind sehr konzentriert bei der Sache, nur manchmal muss ich helfen und sie unterstützen.“ Für Jonas ist der Umgang mit dem Computer allerdings völlig selbstverständlich. „Ich habe einen eigenen Computer in meinem Zimmer und ich schreibe wirklich sehr gern“, berichtet der Neunjährige.

Zur Freude von Melanie Kahnt „trägt die AG schon ziemlich große Früchte“. Unter anderem sehe das ausgearbeitete Medienkonzept nämlich eine Multiplikatorenrolle für die Schüler vor. „Die Älteren, die gut mit den Geräten umgehen können, können ihr Wissen an die Jüngeren weiter vermitteln“, so Kahnt. Denn auch den Schülern der zweiten Klassen sollen laut Konzept Möglichkeiten zur Computernutzung gegeben werden. Außerdem sollen in jedem Klassenraum „Medienecken“ mit einem Computer und bereits vorhandenen Nachschlagewerken eingerichtet werden. „Aber dazu fehlen uns leider noch die notwendigen Geräte“, meint die Schulleiterin.