DöTLINGEN - Die Vereinbarung zwischen dem Landkreis Oldenburg und den kreisangehörigen Gemeinden über die künftige Schulträgerschaft und die Schulkosten ist in der Gemeinde Dötlingen auf breite Zustimmung gestoßen. Einstimmig votierte der Rat in der Sitzung am Donnerstag für die Vereinbarung. Ebenso einmütig stimmte der Rat der neuen Zusatzvereinbarung mit der Stadt Wildeshausen zu, nach der Dötlingen in den nächsten zehn Jahren jährlich 48 000 Euro für Schulbaumaßnahmen an der Sekundarstufe I (Haupt- und Realschule) in Wildeshausen überweisen wird.
„Das Ergebnis kann sich sehen lassen und beweist, dass alle bereit sind, zurückzustecken und auch einmal über den Tellerrand hinweg zu sehen“, sagte Bürgermeister Heino Pauka über die Diskussion im Kreis über das Ende der Kreisschulbaukasse und die künftige Struktur der Trägerschaft. Gerade diese Debatte habe gezeigt, „dass dieses Vertrauen nicht nur zwischen den Hauptverwaltungsbeamten bestehen muss, sondern auch unter den Gemeinde- und Stadträten und natürlich auch zwischen den Hauptverwaltungsbeamten und den Räten der Nachbargemeinden.“ Viele Mitglieder des Dötlinger Rates hätten sich als Teil des Netzwerkes im Landkreis Oldenburg in den Dienst der guten Sache gestellt, lobte er.
Jens Heinefeld (CDU) begrüßte es, dass die bisherige Kreisschulbaukasse endlich aufgelöst werde. Gerade die „ärmeren Gemeinden sind bei der bisherigen Lösung zu kurz gekommen“, sagte er. Ebenso richtig fand Rudi Zingler für die SPD die neue Vereinbarung auf Kreisebene. Er verwies auf den gravierenden Investitionsstau an den Wildeshauser Schulen, den es abzubauen gelte „Der Betrag geht jetzt direkt an Wildeshausen“, hob er hervor.
Zingler äußerte die Hoffnung, zukünftig zu einer guten Zusammenarbeit mit dem Rat in Wildeshausen zu kommen. Genau in die gleiche Richtung argumentierte auch der FDP-Fraktionschef Claus Plate. Der Vertrag biete Chancen für die Zukunft.
