Dötlingen/Sandkrug - Die Elterninitiative, die sich Anfang vergangener Woche gebildet hat, hat ein Ziel: dass Schülerinnen und Schüler der Gemeinde Dötlingen weiterhin zur Oberschule Waldschule Hatten in Sandkrug wechseln dürfen. Ob dieses Ziel erreicht wird, stellt sich in den kommenden Tagen heraus.

Wie Bürgermeister Ralf Spille am Freitag mitteilte, hat sich der Verwaltungsausschuss am Donnerstagabend darüber beraten. Nach Rücksprache mit Hattens Bürgermeister Christian Pundt am nächsten Tag lautet das Ergebnis: „Wir wir werden eine Vereinbarung hinbekommen, die grundsätzlich befristet ist.“ Es solle eine kreiseinheitliche Lösung gefunden werden. Pundt wolle zudem überprüfen lassen, ob Kapazitäten da sind.

Die sind der Grund, weshalb die Gemeinde Dötlingen jetzt zahlen soll: Aufgrund der steigenden Schülerzahl bittet Hatten die Gemeinde Dötlingen, anteilige Schulkosten zu zahlen. Laut Pundt sind dies aktuell 677,45 Euro jährlich pro Schüler. Die gleiche Vereinbarung bestehe zwischen Wardenburg und Hatten seit mehreren Jahren. Er wies darauf hin, dass seine Gemeinde nicht rechtlich verpflichtet sei, Dötlinger an der Waldschule aufzunehmen.

Diese Vereinbarung lehnte die Gemeinde Dötlingen ab, da sie laut Bürgermeiste Spille keine Notwendigkeit sah – zumal die Waldschule bekanntermaßen mit Platzproblemen zu kämpfen habe. Damit ist die Elterninitiative nicht einverstanden. Um einen Kompromiss zu finden, gab es Mitte der Woche ein Gespräch mit Ralf Spille, Kathrin Albertus-Hirschfeld (allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters) und Maik Ehlers (Schulamtsleiter des Landkreises Oldenburg). Dort sei laut Bianca Meyer, Sprecherin der Initiative, deutlich geworden, dass es der Gemeinde nicht ums Geld, sondern um die Kapazitätsgrenzen der Oberschule gehe.

Laut Bürgermeister Pundt besuchen 26 Schüler aus der Gemeinde Dötlingen die Waldschule (Stand 1. März).

Verena Sieling
Verena Sieling Redaktion Wildeshausen