Dünsen - „Hier war früher mein Klassenraum. Und dort waren die Toiletten.“ Solche oder ähnliche Sätze waren am Samstagnachmittag in Dünsen an der Dorfstraße häufiger zu hören: Dort ist die Krippe „Inselhüpfer“ mit einem Tag der offenen Tür offiziell eingeweiht worden. In dem umgebauten Gebäude befand sich noch vor rund zwei Jahren die Grundschule Dünsen.
Im Beisein der geladenen Gäste erzählte Harpstedts Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse die Geschichte der Krippe. Neben Ratsmitgliedern und Dünsens Bürgermeister Hartmut Post waren Vertreter des Planungsbüros, Mitarbeiter des Amtshofs – und natürlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krippe selbst gekommen.
Wöbse erinnerte sich. Es sei eine emotionale Diskussion gewesen, als die Frage aufkam, wo denn nun eine neue Krippe entstehen solle. „Im Frühjahr 2015 stellte die Verwaltung nach Auswertung der Anmeldungen für das Kindergarten- und Krippenjahr 2015/2016 eine höhere Nachfrage nach Krippenplätzen fest, die nicht mehr abzudecken war.“ Ein Anbau an die Kita Zwergnase in Harpstedt war zunächst erwogen worden, später kamen weitere alternative Varianten dazu. Man einigte sich im Rat am 5. November 2015 schließlich darauf, zwei neue Krippengruppen im vorhandenen Grundschulgebäude in Dünsen einzurichten. Die Kehrseite der Entscheidung: Der Schulstandort Dünsen wurde zum Schuljahr 2016/2017 aufgegeben.
Zu den Kosten des Umbaus sagte Wöbse: „Auch wenn die Endabrechnungen noch nicht alle vorliegen, kann ich jetzt schon sagen, dass der Gesamtkostenrahmen von 721 500 Euro nicht nur eingehalten, sondern noch etwas unterschritten wird.“ Zum offiziellen Betriebsstart überreichte Wöbse der Kita-Leiterin Ulrike Schoppe einen Handwerkerkoffer. Diese griff die Metapher auf: „Bei uns sieht man nicht, was wir brauchen. Unser Handwerkszeug erarbeiten wir uns durch Fortbildungen, kollegiale Beratung und durch Weiterbildung“, sprach sie für alle Erzieher. „Das Personal ist das Wichtigste.“ Und das stellte sie bei der Gelegenheit vor: Andree Temp, Felicia Barnes, Kira Steckel, Andrea Reichel, Anke Kermer, Kathrin Klems und Birgit Böttcher. „Es ist immer schwierig, in ein bestehendes Team hineinzukommen“, fuhr Schoppe fort. Da sich das Team aber nun gerade erst neu gebildet hat, „können wir gemeinsam entscheiden: Wie wollen wir arbeiten?“ Seit dem 7. August arbeiten die Erzieher zusammen.
Neben anderen Besuchern kamen Kinder der Kita Spielinsel zum Gratulieren: Als Mäuse verkleidet, sangen sie darüber, was alles getan werden muss, wenn ein neues Haus gebaut wird.
