Der „Deutsch-Französische Tag“ wurde am Donnerstag gefeiert. Die NWZ  sprach mit Dr. Christiane Goldenstedt (60). Sie ist Lehrerin am Gymnasium Ganderkesee und für den Fachbereich Französisch zuständig.

Wie ist die Nachfrage, Französisch als Fremdsprache zu lernen?

GoldenstedtDas Fach Französisch ist an unserer Schule sehr beliebt.

Wie machen Sie auf die Sprache aufmerksam?

GoldenstedtVor der Wahl der zweiten Fremdsprache werden die Eltern und Schüler und Schülerinnen beraten. In den 5. Klassen können die Schüler auch zusätzliche Informationen erhalten. Außerdem tritt für die Mittelstufenklassen das Knirps-Theater, eine französische Theatergruppe, aus Bad Ems auf. Wir haben oft das France Mobil aus Bremen eingeladen, um die Sprache attraktiv zu machen.

Warum würden Sie Schülern dazu raten, Französisch zu lernen?

GoldenstedtFranzösisch ist politisch und wirtschaftlich von großer Bedeutung. Schon in der EU steht Französisch mit rund 65 Millionen Muttersprachlern an zweiter Stelle hinter Deutsch mit etwa 96 Millionen. Im wirtschaftlichen Bereich ist Französisch wichtig, da Frankreich der wichtigste Handelspartner Deutschlands ist. Französisch ist Amts- und Arbeitssprache der UN.

Welche Gründe geben die Schüler für ihre Wahl an?

GoldenstedtEinige haben schon sehr früh genaue Berufsvorstellungen. Es gibt aber auch Schüler, die gern nach Frankreich reisen möchten oder an dem Austausch mit Château auf der Gemeindeebene beteiligt sind. Einige wählen das Fach einfach, weil die Freundin oder der Freund auch an der Sprache interessiert ist.

Was macht die Sprache attraktiv und welche Bedeutung hat sie?

GoldenstedtFranzösisch ist attraktiv, weil die Sprache schön und klangvoll ist. Die DELF-Sprachzertifikate und das Abitur in Französisch ermöglichen den Zugang zu bilingualen Studiengängen. Und ganz wichtig ist, dass die Schüler mit der Sprache andere Kulturen verstehen und erleben können. Französisch ist der Schlüssel zu anderen Menschen und fördert Toleranz und Offenheit.