Wildeshausen/Ganderkesee - Was mache ich nach der Schule? Welchen beruflichen Weg schlage ich ein? – Fragen wie diese stehen bei einem gemeinsamen Projekt der Berufsbildenden Schulen (BBS) Wildeshausen und der Oberschule Ganderkesee auf der Tagesordnung.
In diesem Halbjahr konnten Schüler der Oberschule (Hauptschul-Zweig) den Holz- und Metallunterricht in Wildeshausen besuchen. „Die Schüler und Schülerinnen sollen Berufe kennenlernen und möglicherweise auch ihren weiteren Weg endecken“, erklärt Holger Adomat, Lehrer an der BBS Wildeshausen. Wenn Schülerinnen im Rahmen des Projekts auch in traditionelle Männerberufe reinschnuppern, komme das der Arbeitswelt zugute, fügt der Pädagoge hinzu. Denn: „Die Mädchen haben auch das Zeug dazu, sich durchzusetzen.“ Finden die Schüler Gefallen am Beruf, falle es ihnen leichter, sich für Praktika in verschiedenen Betrieben zu entscheiden.
Taalke Joosten, Lehrerin für Wirtschaft an der Oberschule in Ganderkesee, ist mit dem Projekt sehr zufrieden. Beide Schulen seien gut miteinander verzahnt. „Die Schüler lernen etwas Handfestes, etwas Praktisches.“ Zudem könnten sie mit dem Bau sogenannter Solarpanels auch etwas Gutes tun. Denn die Geräte werden nach der Fertigstellung an die Grundschulen in Ganderkesee verteilt. Das Projekt, bei dem unter anderem auch die Bereiche Wirtschaft und Gesundheit besucht werden, diene jedoch nicht nur der beruflichen Bildung und dem Erlernen technischer Fertigkeiten. Die Jugendlichen lernen auch die Grundlagen einer Ausbildung kennen. So müssen die Schüler einen Berufswahlordner führen und ihre Arbeiten dokumentieren.
