EDEWECHT - Noch frisch sind die Eindrücke, mit denen die 26 Schüler der 7., 8. und 9. Klasse der Realschule in Edewecht und Friedrichsfehn von ihrem Austausch im französischen Saint Saturnin kürzlich in der Auvergne zurückgekehrt sind. Und die positiven Erinnerungen überwiegen bei der Gruppe – auch wenn die Eingewöhnungszeit an die ungewohnte Umgebung dem ein oder anderen nicht ganz so leicht fiel.

„Ich hatte anfangs ziemlich Heimweh, musste auch weinen. Meine Gastfamilie hat mich dann aber getröstet“, sagt Ricarda. „Und jetzt vermisse ich die total“, fügt die 13-Jährige hinzu.

Auch Sprachbarrieren wurden rasch überwunden – wenn auch nicht immer ganz im Sinne von Französischlehrerin Birgit Wilmes, die den Austausch zum zweiten Mal begleitete. „Also wir haben meist nur Englisch gesprochen“, gesteht die Saskia (13). Es wenigstens auf Französisch versucht zu haben, beteuert Isabell. „Ich habe meist so angefangen, aber meine Gastschülerin hat dann auf Englisch geantwortet. Was soll ich da machen?!“, sagt die 13-Jährige. Gut geklappt habe das mit der Verständigung wiederum bei Marlene (15): „Erst war ich etwas unsicher, aber irgendwann ging das mit dem Französisch fast von selbst.“

Ebenfalls etwas anders als gedacht sprachlich weitergebildet hat sich Lucas. „Die einzigen Wörter auf Deutsch, die mein Gastschüler konnte, waren Beleidigungen. Er hat mir dann auch einige Schimpfwörter auf Französisch beigebracht“, berichtet der 14-Jährige mit schelmischem Stolz. Welche das gewesen sind, behält er aber lieber für sich.

Hängengeblieben sind bei den Schülern ansonsten die kleinen, aber feinen Unterschiede im Nachbarland. „Es wird wirklich stundenlang gegessen“, erzählt Lisa (13). Überhaupt würden viele Aktivitäten in die späten Abendstunden verlegt – und das mitnichten aus dem Bereich der Freizeit. „Die Franzosen müssen teilweise bis nachts an ihren Hausaufgaben sitzen“, weiß Lucas.

Lange Tage hatte auch Christopher. Der 13-Jährige war mit seinem Gastschüler zeitweise im Internat des Collège Saint Joseph, der örtlichen Schule, untergebracht. „Nach dem eigentlichen Unterricht wurde in einem großen Raum weiter gelernt, danach ging es dann auch gleich ins Bett.“

Von Saint Saturnin wurden viele Ausflüge unternommen, so ging es etwa zum Hauptsitz des Reifenherstellers Michelin. Ebenfalls auf dem Programm: die Fontaines Pétrifiantes mit ihren bizarren Gesteinsformationen. „Das hat mir am besten gefallen“, meint die 15-jährige Janne.

Nicht fehlen durfte natürlich auch ein Abstecher nach Paris, das bei der Rückfahrt besucht wurde. Und so gingen die zehn Tage in Frankreich ganz touristisch mit Notre Dame, Sacre Coeur und Centre Pompidou zu Ende. Zum Abschluss glänzte der Eiffelturm für die Gruppe, bevor es zurück ins Ammerland ging.