EDEWECHT - Jede Woche besuchen zurzeit sechs Schüler der Astrid Lindgren-Schule (ALS) Edewecht das Seniorenwohn- und Pflegeheim „Adewacht“ in Edewecht. Dort kommen sie mit Bewohnern des Hauses zusammen, um gemeinsam zu singen, basteln oder auch zu spielen.
Schon seit längerem läuft die Generationen übergreifende Zusammenarbeit, die sich 2010 aus einer Unesco-Projektwoche an der ALS zum Thema „Leben und Zukunft gestalten“ entwickelte. Dabei wurden nur positive Erfahrungen gemacht, so dass sich ALS-Lehrerin Esther Dobrick entschloss, das Projekt Alt und Jung an der Schule weiterhin als Arbeitsgemeinschaft anzubieten. Unterstützung erhielt die Förderschullehrerin dabei von Petra Meilahn, Mitarbeiterin im „Adewacht“.
Einige Schüler wie der 11-jährige Tjorben sind seit Anfang an dabei. Andere – wie die neunjährige Kimberly – kamen zum Winterhalbjahr neu hinzu. Allen Kindern macht es viel Spaß, eine Wochenstunde mit den Senioren zu verbringen.
Derzeit wird an einem riesigen Plakat, das auf das anstehende Sommerfest des Seniorenheims am 21. Juli hinweisen wird, gearbeitet. Das Sommerfest steht unter dem Motto „Jahrmarkt früher und heute“. Gerade bei den älteren Menschen weckt das Erinnerungen an die eigene Jugend, die sie mit den Kindern gern austauschen. Diese sind neugierig und fragen auch nach, wie es damals war.
Dieser Austausch und die gemeinsamen Aktionen sollen die unterschiedlichen Lebenswelten der Senioren und Kinder ein Stück weit begreiflich machen, wie Esther Dobrick erklärt. Die Kinder lernten die Welt der alten Menschen kennen und die Senioren freuten sich, dass mehr junges Leben ins Haus käme. Die Mädchen und Jungen gehen nicht nur gern ins „Adewacht“, sie mögen die Senioren sehr. Zu dem Projekt gehört allerdings auch, dass sich die 8- bis 12-jährigen Schüler mit Themen wie Sterben auseinandersetzen müssen.
Mit der persönlichen Begrüßung und einem gemeinsamen Lied beginnt die Nachmittagsgruppe der Schüler und Senioren, mit einem Lied und der Verabschiedung klingt sie aus. Sowohl die Initiatorin des Projekts, Esther Dobrick, als auch Petra Meilahn würden das Angebot auf Dauer weiterlaufen lassen. Den Kindern ist dieses Treffen so wichtig, dass sie selbst im Regen den Fußweg von der Schule zum Seniorenwohn- und Pflegeheim ohne Murren zurücklegen.
