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Bildung Kein Aufnahmestopp für Oberschule

EDEWECHT - Für die geplante Oberschule (OBS) in Friedrichsfehn, die im Sommer dieses Jahres starten soll, wird es keinen Aufnahmestopp für Schüler geben. Jeder Schüler aus der Gemeinde Edewecht soll auch aufgenommen werden. Dafür hat sich der Edewechter Rat ausgesprochen.

Politik und Verwaltung hatten geplant, die neue Schulform als Angebotsschule einzurichten und die Zahl der Klassen pro Jahrgang auf zwei (Zweizügigkeit) zu begrenzen. Dann würden die vorhandenen allgemeinen Unterrichtsräume ausreichen, bei größerem Bedarf müssten mittelfristig neue Räume gebaut werden. Da das Kultusministerium jedoch eine Zweizügigkeit der OBS und die Schule als reine Angebotsschule nicht genehmigen wollte, musste sich der Rat erneut mit dem Thema beschäftigen.

Künftig Regelschule

Bei 20 Ja-Stimmen von CDU/Grünen, FDP und Bürgermeisterin sowie 14 Enthaltungen (SPD/UWG) sprach sich für der Rat dafür aus, dass ein geänderter Antrag für die geplante kombinierte Grund- und Oberschule Friedrichsfehn nach Hannover geschickt werden solle. Auf die Beschränkung der Zweizügigkeit werde man in dem Antrag verzichten. Beantragen wolle man, dass die neue OBS Regelschule werde, was einen Aufnahmestopp für Schüler ausschließe. Ebenfalls mit 20 Ja-Stimmen zu 14 Enthaltungen wurde befürwortet, dass Schüler aus dem gesamten Gemeindegebiet Edewechts die OBS besuchen können. Wie Hauptamtsleiterin Petra Knetemann ausführte, habe eine Abfrage von Eltern der 4. Klassen ergeben, dass es 53 Interessenten für den ersten Jahrgang der OBS gäbe, 48 seien notwendig.

Einstimmig beschloss der Rat, dass die Verwaltung für eine Weiterentwicklung der Haupt- und Realschule (HRS) Edewecht Vor- und Nachteile einer Oberschule und einer Integrativen Gesamtschule (IGS) erarbeiten solle.

Der Abstimmung ging eine kontroverse Diskussion voraus. Dr. Hans Fittje (SPD) betonte, dass die SPD nicht gegen eine OBS in Friedrichsfehn sei. Man kritisiere, dass die Öffentlichkeit und die Eltern der Grundschüler keine klaren Aussagen zur Weiterentwicklung der HRS Edewecht erhielten. Die SPD forderte für den Standort Edewecht eine IGS bzw. als Vorstufe dafür eine OBS mit gymnasialen Zweig. Entscheidend sei der Elternwille. SPD-Ratsfrau Freia Taeger forderte, dass eine stimmiges und zukunftsgerichtetes Schulkonzept für die ganze Gemeinde dringend notwendig sei. Ohne den Schulstandort Edewecht zu betrachten dürfe man den Schulstandort Friedrichsfehn nicht weiterentwickeln. Wenn die HRS Edewecht sich nicht weiter entwickele, reichten an der neuen OBS Friedrichsfehn bald die Räume nicht mehr; wenn die HRS sich weiterentwickele, würden viele Schüler dorthin gehen und die OBS würde eine Geisterschule.

Mit OBS starten

Thomas Apitzsch (UWG) sagte, dass seine Fraktion der OBS zugestimmt habe, weil das Friedrichsfehner Konzept überzeugt habe. Das sei nach wie vor der Fall. Die Probleme bei der Genehmigung des Antrags würden zu Unsicherheit führen. Auch die UWG befürworte ein Schulkonzept für die Gemeinde, doch man sei auch der Auffassung, dass man in Friedrichsfehn mit einer OBS starten solle.

Wolfgang Seeger (CDU) führte aus, dass der Rat 2011 bereits die OBS für Friedrichsfehn beschlossen habe und es jetzt lediglich um die Änderung einer Genehmigungsantrags ginge. Selbstverständlich wolle man die Schullandschaft weiter entwickeln. Deshalb solle ja die Verwaltung Vor- und Nachteile einer OBS und IGS für Edewecht erarbeiten. Nach Ansicht von Uwe Martens (Grüne) müsse die Gemeinde die Schullandschaft schrittweise entwickeln. Grundsätzlich befürworteten die Grünen Integrative Gesamtschulen, die OBS Friedrichsfehn sei ein sinnvoller Zwischenschritt und ließe eine IGS in Edewecht wahrscheinlicher werden. Ob die HRS zur OBS oder zur IGS werden solle, müsse man sorgfältig prüfen. Von entscheidender Bedeutung seien neben den Schülerzahlen und dem Elternwillen die politischen Rahmenbedingungen, die für die Einrichtung einer IGS derzeit schwierig seien. Wenn man eine OBS am Breeweg einführe, so Martens, sei für ihn dort die Chance auf eine IGS vertan.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede
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