EDEWECHT - Trist war der Ausblick, der sich den Kindern und Jugendlichen der Edewechter Astrid-Lindgren-Schule (ALS) bislang bot, wenn sie beim Essen in der Mensa nach draußen schauten. Vor dem Fenster gab es nur eine kahle Fläche, teilweise mit etwas Rasen bedeckt. Ziemlich öde eben – und damit so gar nicht passend zum Sonderpädagogischen Förderzentrum, an dem sonst so viel Fröhlichkeit herrscht.

Es musste sich etwas tun, und warum nicht gleich das Nützliche mit dem Praktischen verbinden, wird man sich wohl gedacht haben. So wurden elf Schüler aus dem Bereich der geistigen Entwicklung bei der ALS aktiv und legten im Projekt „Praxistag Gartenbau“ mehrere Beete mit den unterschiedlichsten Pflanzen an. Ziel war es dabei, den Jugendlichen durch den Umgang mit Werkzeug und Material Fähigkeiten zu vermitteln und sie so auf eine mögliche Tätigkeit im Berufsfeld Gartenbau vorzubereiten.

Das Ergebnis ihrer Arbeit kann sich sehen lassen: Jetzt grünt und blüht es auf dem Schulgelände und am Donnerstag konnte der Mensagarten feierlich eingeweiht werden. Eingeladen waren alle, die in irgendeiner Weise zum Gelingen beigetragen hatten. Zu nennen ist hier etwa die Bürgerstiftung Edewecht, die das Projekt mit 1000 Euro unterstützt hat. Als Vertreter konnten sich Nico Pannemann und der zweite Vorsitzende Georg Bach auf Einladung von Schulleiter Dr. Arend Lüschen davon überzeugen, was mit ihrer Zuwendung alles angestellt und erreicht worden ist.

Bach war es auch, der zusammen mit Bürgermeisterin Petra Lausch das obligatorische rote Band durchschneiden und den Mensagarten somit offiziell für eröffnet erklären durfte. „Die Mittel wurden wirklich sinnvoll und sinnbringend eingesetzt“, lobte Petra Lausch. Was hier entstanden ist, sei wunderschön und zudem überaus lehrreich. Immerhin können die Schüler gleich neben der Mensa sehen, wie Obst und Gemüse angebaut wird, wächst und schließlich beim Essen auf ihren Tellern oder in ihren Gläsern landet.

Das Projekt bezeichnete Petra Lausch als „sehr gelungene Gemeinschaftsarbeit“, schließlich hatten die Schüler nicht nur finanzielle, sondern auch tatkräftige Unterstützung einer ganzen Reihe von Helfern: ALS-Lehrerin Maren Poppinga und die pädagogische Mitarbeiterin Corinna Bruns standen ihnen stets zur Seite, Landschaftsgärtnermeister René Bruns war für die Planung verantwortlich, Jürgen Budde engagierte sich beim Transport der Pflanzen, Ute Aderholz und Ralph Becker vom Umweltbildungszentrum Ammerland gaben Anleitungen zur ökologischen Gestaltung, Günter Antons vom Jobcenter Westerstede und auch ALS-Hausmeister Uwe Bohlen leisteten ebenfalls ihre Beiträge. Geschaffen haben den Mensagarten aber letztlich vor allem Anna, Ansgar, Daniel, Hauke, Lisa, Mischa, Mirko, Mareike, Oshin, Patrick und Sabrina – die eigentlichen Hauptpersonen dieses Projekts.