EDEWECHT - Beide Einrichtungen arbeiten künftig noch enger zusammen. 21 Kinder besuchen die drei Kooperationsklassen.
Von Doris Grove-Mittwede
EDEWECHT - „Die kennt doch jeder“, sagt einer der Jungen zu Sonderschullehrerin Daniela Salzwedel. „Das sind Bananen!“ „Und wisst Ihr, was das ist?“ fragt die pädagogische Mitarbeiterin Elvira Hochhaus und zeigt auf Gemüse. „Porree“, antwortet das gute Dutzend Kinder wie aus einem Mund. Schnell identifiziert sind auch Sahne, Quark und Nudeln, schwieriger wird es bei Sellerie und gekörnter Brühe, doch auch diese werden schließlich erkannt. „Lebenspraktischer Unterricht“ steht auf dem Stundenplan in einer Kooperationsklasse an der Grundschule Edewecht. Alltägliches wie Nahrungs- und Lebensmittel erkennen und sie zu schmackhaften Gerichten wie Gemüsesuppe oder Bananenquark verarbeiten oder eine intensive Verkehrserziehung gehören zu diesem Fach, das neben den Kernfächern wie Deutsch und Mathe unterrichtet wird.Mit Beginn dieses Schuljahres startete das Projekt „Kooperationenklassen an der Grundschule Edewecht“. Damit arbeitet die Astrid-Lindgren-Schule (ALS) als sonderpädagogisches Förderzentrum jetzt noch intensiver mit der Grundschule zusammen. In einem eigens hergerichteten Trakt der ehemaligen Orientierungsstufe, der sich unter einem Dach mit der Grundschule befindet, wurden drei Klassen mit eigenen Küchenzeilen geschaffen. 21 Schüler aus der ALS-Förderschule mit Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ werden hier unterrichtet.
„Voneinander und miteinander lernen“ heißt das Motto für ALS-Kinder und Grundschüler, betonen die Schulleiter Dr. Arend Lüschen (ALS) und Egbert Kosmis (GS). Das Anderssein der jeweils anderen werde für die Schüler im Schulalltag zur Normalität. Von dem Projekt profitierten jedoch auch die Lehrer beider Schulen, die über den Erfahrungsaustausch z.B. neue Unterrichtsmethoden kennen lernten.
