EDEWECHT - Sie sind die Säulen des Schulalltags: der Unterricht (das Lehren) und das Lernen. Wie können Lehrerinnen und Lehrer ihren Unterricht weiter verbessern, damit Schülerinnen und Schüler noch besser lernen können? Diese Frage stand am Freitag im Mittelpunkt eines Pädagogischen Tages an der Haupt- und Realschule (HRS). Rund 70 HRS-Pädagogen, aber auch Schüler- und Elternvertreter nahmen an der Veranstaltung teil. Die sogenannte Steuergruppe der HRS „Lehrerhandeln und Unterricht“, die aus Schulleitung, Lehrern und Elternvertretern besteht und die Schulentwicklung vorantreiben möchte, hatte die Veranstaltung vorbereitet.
Als Gast konnte Schulleiterin Jutta Klages einen prominenten Referenten begrüßen: Hilbert Meyer. Der Professor der Schulpädagogik an der Universität Oldenburg und Autor zahlreicher Werke zur Didaktik und Schulpädagogik gab unter dem Motto „Mischwald ist besser als Monokultur“ Anregungen für die Unterrichtsentwicklung. Meyer zeigte auf, dass Unterrichtsentwicklung ein vielfältiger und störungsanfälliger Prozess sei. Im Unterricht, der vor allem durch klare Strukturen und einen hohen Anteil echter Lernzeit gekennzeichnet sein solle, spiele die Lehrerpersönlichkeit eine zentrale Rolle. Unterricht lebe vom Engagement einzelner Lehrerinnen und Lehrer, die mehr zu tun bereit sein müssten, als ihnen abverlangt werde. Liebe, Zeit und Geduld seien wichtige Kriterien, damit Lehrer Schülern die Welt erklären und sie auf das Leben vorbereiten könnten. Meyer bescheinigte der HRS Edewecht, dass „sich die Schule in einem guten Schulentwicklungsprozess befindet“.
Nach dem Vortrag wurden Arbeitsgruppen gebildet, die sich unter anderem mit verschiedenen Unterrichtsmethoden beschäftigten. Ferner ging es darum, wie man das selbstständige Arbeiten von Schülern fördern, das soziale Miteinander an der Schule verbessern und Störungen im Unterricht begegnen könne.
