EDEWECHT - Die beiden Edewechter Ratsmitglieder der Unabhängigen Wähler-Gemeinschaft (UWG), Thomas Apitzsch und Günter Oltmer, wollen sich dafür einsetzen, dass im Ammerland eine „Integrierte Gesamtschule“ (IGS) eingerichtet wird. Edewecht wäre für eine solche Schulform ein wünschenswerter und geeigneter Standort, so die Kommunalpolitiker.
Zusammen mit Bürgern haben die beiden Ratsvertreter kürzlich vor allem über schulpolitische Themen diskutiert. Wie es ferner heißt, habe der Kreiselternrat eine IGS für das Ammerland gefordert. Bei einer Umfrage habe sich eine Mehrheit von Eltern für diese Schulform ausgesprochen. In vielen Untersuchungen habe sich gezeigt, dass die IGS eine zukunftsweisende Schulform sei, die die Probleme der heutigen Schülergeneration am besten aufgreifen und lösen könne. Deswegen wolle sich die Edewechter UWG für die Aufnahme einer IGS in den Schulentwicklungsplan Ammerland stark machen.
Kritik übt die UWG an den Edewechter Ratsfraktionen von CDU und SPD. Beide hatten sich öffentlich dafür ausgesprochen, dass aus der Edewechter Außenstelle des Gymnasiums Bad Zwischenahn/Edewecht ein eigenständiges Gymnasium werden solle. In Edewecht gäbe es, so die UWG, einen sehr effektiv arbeitenden „Arbeitskreis Schule“, in dem Vertreter der Gemeindeverwaltung, der Schulen und der Politik zusammenarbeiten. In diesem Gremium sei noch nie über ein „eigenständiges Gymnasium“ gesprochen worden. Vielmehr ginge es bei den Treffen in den vergangenen Monaten um die viel wichtigeren Themen „Erhalt der Vollen Halbtagsschulen“, „Einführung einer Ganztagsschule im Grundschulbereich“, „Instandsetzung und Umbau von Schulgebäuden“ und um die „psychologische Betreuung von Schülern“. Dass CDU und SPD das Thema „Veränderung der Schullandschaft durch ein eigenständiges Gymnasium Edewecht“ nicht im Arbeitskreis angesprochen hätten, sondern damit gleich an die Öffentlichkeit gingen, sei
unverständlich.
Diskutiert wurde bei dem UWG-Treffen auch über das Thema „Hohe Kosten für Schulbücher und Schulmaterialien“. Für viele Familien, die über ein geringes Einkommen verfügten, seien derart hohe Ausgaben ein großes Problem. Die Edewechter UWG verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass es Gerichtsurteile gäbe, die besagten, dass die Sozialhilfe bei Hartz–IV-Empfängern sämtliche Kosten für Schulbücher übernehmen müsse. Die UWG fordert Bedürftige auf, sich im Bedarfsfall an die jeweiligen Schulleitungen oder an die Gemeindeverwaltung zu wenden.
