Edewecht - Sie fertigen aus bunten Stoffresten Beutel und Taschen, die man zum Einkaufen oder für Schulsachen nutzen kann, stellen aus alten Zeitungen, Zeitschriften und Landkarten Collagen und Bilder her oder beschäftigen sich mit Kosmetik und fragen, welche gut für Menschen und für die Umwelt ist. In der Edewechter Astrid-Lindgren-Schule dreht sich in dieser Woche in geballter Form alles um Themen, die auch sonst im Alltag der Sonderpädagogischen Förderzentrums einen hohen Stellenwert haben: Nachhaltigkeit und Wertschätzung.

„Wir gestalten unsere Zukunft durch Respekt gegenüber Mensch und Natur – Kunst und Werkstattprojekte für mehr Nachhaltigkeit und Wertschätzung“ heißt der rote Faden des Projektunterrichts diese Woche. Nachhaltigkeit und Wertschätzung sind auch zwei Säulen bei der Arbeit der Unesco, jener Organisation der Vereinenten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Die Astrid-Lindgren-Schule ist Unesco-Projektschule.

„Die Unesco hat eine Bildungs-Agenda für 2030 verabschiedet mit 17 Zielen, dabei geht es unter anderem darum, Armut in jeder Form weltweit zu beenden“, sagt Förderschullehrer Sven Graf, der mit der Schulleitung diese Woche plante. Und so beschäftigt sich eine Gruppe mit Afrika, wo Kinder in Minen schuften, um das Erz Coltan abzubauen, das für Handys benötigt wird. „Mit unserem Konsum leben wir auf Kosten anderer“ erfahren die Schüler.

Die Arbeitsergebnisse von 19 Schülergruppen können sich Interessierte diesen Freitag, 15. Juni, von 10 bis 12 Uhr in der Schule, Hohenacker 14, ansehen.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede