EDEWECHT - Malte knabbert am Apfelstück, Alina hat Melone dabei, und Julia mag gern auch Tomaten und Mais: Was sie alle lieben, das ist das gemeinsame Frühstück. Und das gehört zum Projekt „Gesund leben lernen“. Doch auch Lehrerin Almke Stapelfeldt (Klasse AL2) ist begeistert: „Die Kinder bringen gesundes Essen mit und erziehen sich dabei gegenseitig. Auch zu Geburtstagen wird eher eine Rohkostplatte angeboten als Süßigkeiten oder Kuchen. Das Projekt hat sich schon gelohnt.“

Es gibt noch viel mehr, womit die Schule punkten kann. Das stellte sich bei einer Überprüfung durch zwei Mitarbeiter der Niedersächsischen Schulinspektion heraus. Sie waren mehrere Tage vor Ort, begutachteten alles nach 15 Qualitätskriterien. „Sie waren unter anderem in allen Klassen, kamen unangemeldet in den Unterricht aller Fächer“, sagt Schulleiter Egbert Kosmis. Außerem habe es Interviews mit der Schulleitung, Lehrkräften, Mitarbeitern, Elternvertretern und Schülern gegeben. Auch ein Rundgang stand auf dem Programm.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Bei neun von 15 Kriterien erreichten die Edewechter eine „4“ (das heißt, die Schule erfüllt alle oder nahezu alle Teilkriterien optimal oder gut) und sechs Mal eine „3“ (mehr Stärken als Schwächen). „Das ist als Note etwa eine Zwei plus“, freut sich Kosmis und sieht das „als großes Lob für die engagierte Mitarbeit der Lehrer“.

„Die Schüler stehen bei uns an erster Stelle“, verdeutlicht Kosmis und stellt heraus, dass zum Beispiel Kinder im Bereich der „Forder- und Förderangebote“ und allemal auch in der engen Vernetzung mit Kindergärten „dort abgeholt werden, wo sie stehen, mit ihren Schwächen und Stärken“. Hier griffen verschiedene Konzepte.

Sehr wichtig sei die Beratung und Betreuung der Schüler. Die Beratungslehrerin sei stets erreichbar, biete Sprechzeiten, und es gebe einen Briefkasten. „Das gegenseitige Helfen – auch das lernen die Kinder bei uns.“ Viel Wert lege das Kollegium auf Offenheit und Transparenz im Verhältnis zu Eltern. Umfangreiche Information sei oberstes Gebot. „Als wir zum Beispiel die altersgemischten Klassen einführen wollten, waren wir mit dem Schulelternrat in Osterholz-Scharmbeck bei einer Grundschule und haben dort hospitiert.“ Die Meinung der Eltern sei sehr wichtig. So habe es bereits zwei Befragungen gegeben. Doch man sehe auch über den Tellerrand hinaus, arbeite u.a. mit Vereinen zusammen. Positiv bewertet worden sei auch das reichhaltige Schulleben. „Wir gehen nach außen, so mit dem Chor und Theater, die Schule öffnet sich also, holt aber auch Leute herein.“ Auf die Fahne habe sich das Kollegium geschrieben, Kindern Methoden zu vermitteln, um „das Lernen zu lernen“.