Edewecht - Die Astrid-Lindgren-Schule aus Edewecht nimmt mit der Klasse 11bG an der 26. Ausgabe des Projektes „Zeitung in der Schule“ – kurz Zisch – teil. Betreut werden die sieben Schüler der Förderschule von ihrer Klassenlehrerin Claudia Henkel und der pädagogischen Mitarbeiterin Gabriele Schlenga. Die Begeisterung für Zisch war von Anfang an groß. Aus diesen Gründen möchten die Schüler der 11bG bei Zisch mitmachen: „Es ist ein cooles Projekt“, „das bringt doch Kindern lesen bei“, „dadurch wird man jeden Tag schlauer“, „das macht sicher Spaß“ und „das ist interessant“, waren laut Henkel nur einige der Reaktionen. Die Schüler freuen sich auf die drei Monate, in denen sie die Nordwest-Zeitung kostenlos zu Verfügung gestellt bekommen. Zisch ist ein Kooperationsprojekt der NWZ, der LzO und des Aachener Bildungsinstitutes IZOP.
Die Schüler aus Edewecht interessieren sich vor allem für die Nachrichten aus der Region, insbesondere die Einsätze der Feuerwehr – schließlich sind zwei ihrer Schüler selbst bei der Freiwilligen Feuerwehr, erzählt Henkel. Aber auch die Berichte des BVBs und alles rund um die anstehenden beziehungsweise gelaufenen Wahlen sei spannend. „Die Wahlen sind zurzeit unser Thema im Projektunterricht Politik. Den Schülern und Schülerinnen wurde deutlich, dass sie über das Medium Zeitung auch direkt Wissen für den Unterricht beziehen können“, sagt Henkel.
Aber auch neben dem Wissen für den Unterricht bescherte die Zeitung der Klasse schon zwei schöne Momente: Auf dem Foto eines Berichtes über einen Schützenverein entdeckte eine Schülerin ihren Vater und in einem anderen Bericht über die Auszeichnung der Astrid-Lindgren-Schule als Unesco-Umweltschule fanden die Schüler eine ihrer Lehrerin. „Wenn die Schülerinnen und Schüler direkt Personen wiedererkennen, fühlen sie sich mit dem Medium Zeitung viel stärker verbunden“, erklärt Henkel.
Das Thema für ihre Recherche haben die Schüler auch schon bekommen und bereiten es aktuell fleißig vor: Sie fahren zur Mülldeponie Mansie. Dort wollen sie ein Interview führen und überlegen sich dafür bereits jetzt spannende Fragen.
Stärken des Projektes für ihre Schüler sieht die Klassenlehrerin darin, dass der Unterricht aufgelockert und gleichzeitig durch das tägliche Lesen und Blättern in der Zeitung neu ritualisiert wird. Außerdem müssen die Schüler neue Aufgaben übernehmen – so gibt es einen Zeitungsabholdienste und der Schüler Jannik ist der Archivar und achtet darauf, dass immer eine Zeitung gesammelt wird. „Andere Schüler kümmern sich um die Wiederverwertung der übrigen alten Zeitungen für den Werkunterricht“, sagt Henkel.
Durch das Projekt wird die Notwendigkeit des Lesenübens deutlich, zudem wird eine Möglichkeit der Informationsbeschaffung eingeübt, die neben Smartphone und PC noch Bestand hat. Und das wichtigste: Lesen macht wieder Spaß.
