Landkreis - Die Schließung der lehrerfreien Zone an der Graf-Anton-Günther-Schule namens Cafta hat sich unter ehemaligen Schülern wie ein Lauffeuer verbreitet. Bis Montagmittag waren via Facebook 7216 Menschen auf den NWZ -Artikel „Protest: Schüler streiken für ihre Cafta“ aufmerksam geworden.
Um die Frage zu beantworten, wie es in der Cafta eigentlich innen aussah, hatte die NWZ -Redaktion zum Einsenden von Bildern aufgerufen. Zu sehen sind sie in einer Bilderstrecke auf NWZ-Online (siehe Ende des Artikels). Darüber hinaus schickten ehemalige GAG-Schüler auch Solidaritätsadressen aus dem Ausland: „Freiheit für die Cafta“ hieß es aus Tansania und Wien.
Marisa Jensen schreibt: „Die Cafta war immer ein ganz besonderer Raum für uns. Denke ich an das GAG, denke ich an die Cafta. Mir tut es leid für die kommenden Jahrgänge, dass ihnen dieser Raum der Erholung ohne ersichtlichen Grund genommen wird.“ Der Blaubär war 2012 das Abiturmotto ihres Jahrgangs und hatte deshalb seinen Ehrenplatz an der Wand erhalten.
„Ich selbst habe 2013 an der GAG mein Abitur gemacht und bedauere es sehr, dass die Schulleitung die Cafta nun geschlossen hat und stehe voll hinter den Schülern, die nun für ihre Cafta kämpfen!“ betont Kira Menneking. Dort trafen sich alle in den Pausen und Freistunden, die Cafta wurde gemeinsam renoviert und gepflegt, erinnert sie sich. „Sie war immer das ‘Heiligtum’ der Oberstufe, die lehrerfreie Zone, die jedem Oberstufenschüler meiner Meinung nach eingeräumt werden sollte. Dort wurde gemeinsam gelacht, der jahrgangsinterne Song angestimmt, bei dem alle mit Herzblut mitsangen...ohne die Cafta wären einige Momente nicht so in Erinnerung geblieben, wie sie es heute noch sind! Warum muss Altbewährtes, das eine solange Tradition hat, den Schülern genommen werden? Denn schon mein Vater hat Anfang der 80-er Jahre seine Freistunden und Pausen in einem eigenen Oberstufenraum an der GAG verbracht. Ich hoffe wirklich, dass ein Kompromiss gefunden wird, der beiden Seiten gerecht wird!“
Tim Kempermann berichtet, dass sich ehemalige Schüler von den verschiedensten Orten aus gemeldet haben, um ihre Unterstützung zu bekunden. So wurden in der Facebookveranstaltung „#freethecafta“ Fotos unter anderem aus Wien und Tansania geteilt, die zusammen mehrere hundert Likes erhalten haben.
