Gehlenberg - Die ehemaligen Schüler des Entlassungsjahrgangs 1964 aus Gehlenberg, Neuvrees und Hilkenbrook fühlten sich auf den Schulbänken des nachgebauten Klassenzimmers in der Schule des Kulturzentrums Mühlenberg wieder in ihre Kindheit versetzt.

Gemeinsam hatten sie vor 50 Jahren in Gehlenberg das neunte Schuljahr absolviert und feierten 1964 ihre Schulentlassung. Jetzt haben sich von den ehemals 38 Schülern 20 zu einem Treffen eingefunden. Hermann Schleper, ehemaliger Hilkenbrooker, hatte wohl den weitesten Weg auf sich genommen, um seine Klassenkameraden wiederzusehen. Er reiste von Alzfeld aus der Eifel die 420 Kilometer an. Fröhlich fiel die Begrüßung aus. Da der größte Teil der Ehemaligen in der Heimatregion ihre Familien gründete, hatte man sich nicht ganz aus den Augen verloren und sofort wiedererkannt.

Treffpunkt war die Schule in Gehlenberg, wo die Gruppe von Franz Lepper empfangen wurde. Von da aus wanderte sie zu Fuß zum Mühlenberg. Dort wartete Wilhelm Olliges auf sie mit einer Führung durch die „gute alte Zeit“, die im Kulturzentrum auf vielfältige Weise festgehalten ist. Dort hatten die Ehemaligen die Gelegenheit, noch einmal auf einer alten Schulbank zu sitzen. Viele kannten das Zentrum noch nicht und waren beeindruckt.

Im Backhaus hatten die Organisatoren eine Kaffeetafel mit selbst gebackenen Torten vorbereitet. In gemütlicher Runde tauschten die Teilnehmer Erinnerungen an die Schulzeit aus sowie an Klassenlehrer Bernhard Dulle und die Lehrpersonen Helena Rawe und Heinrich Wesseln, der im Ruhestand in Börger lebt.

Auch an viele Streiche erinnerte man sich unter Tränengelächter. So haben die Jungen damals Gartenarbeit im Freien unterrichtet bekommen, während die Mädchen Handarbeit im Klassenzimmer hatten. Die Jungen nutzten die Freiheit draußen, um durch ein Kellerfenster den Pudding der Kochschule zu vernaschen. Die Lehrer wurden auch nicht von den Streichen verschont. Besonders Rawe hatte das Vergnügen damit. Da wurde einmal kurzerhand das Klassenzimmer verriegelt und die Lehrerin kam nicht rein.

Im Anschluss gingen die Ehemaligen zur Kirche, um für drei ehemalige Schüler, die verstorben sind, ein Gebet zu sprechen. Die Organisatoren des Klassentreffens Franz Lepper, Margret Bührmann, Helene Moormann, Helene Untiedt und Ingrid Elberfeld luden anschließend zu einem Abendessen in die Gaststätte Reiners. Bis spät in den Abend schwelgten alle in Erinnerungen. Am Ende gab es Dank und Lob für die Organisatoren.