Edewecht/Friedrichsfehn - Die Gemeinde Edewecht wird künftig über zwei Oberschulen verfügen. Nachdem im September 2012 der Oberschulbetrieb in Friedrichsfehn startete, werden ab Sommer dieses Jahres auch im Edewechter Schulzentrum am Breeweg Oberschüler aufgenommen. Die dortige Haupt- und Realschule (HRS) wird nämlich zum neuen Schuljahr die Schulform wechseln.
Wie der Edewechter Gemeinderat kürzlich bei einer Enthaltung beschloss, soll es für beide Oberschulen einen einzigen Schulbezirk geben. Beide Oberschulen können demnach Schüler aus dem gesamten Gemeindegebiet aufnehmen. Während die Zahl der Oberschüler an der neuen Edewechter Oberschule wegen ausreichender Räume nicht begrenzt ist, wird die Einrichtung in Friedrichsfehn pro Jahrgang maximal 56 Oberschüler aufnehmen können.
Einig waren sich Politik und Verwaltung von Anfang an darüber, dass die Oberschule Friedrichsfehn pro Jahrgang jeweils auf zwei Parallelklassen mit maximal 56 Kindern beschränkt wird. Durch diese Zweizügigkeit könne man auf den teuren Bau weiterer Klassenräume in Friedrichsfehn verzichten, wurde argumentiert. Rechtlich sei eine Beschränkung auf die Zweizügigkeit bislang noch nicht möglich gewesen, heißt es ferner. Das ändere sich jetzt jedoch durch die zweite Oberschule im Gemeindegebiet.
Künftige Oberschüler aus dem Gemeindegebiet könnten zwar grundsätzlich frei wählen, ob sie in Edewecht oder Friedrichsfehn die OBS besuchten wollten, einen Anspruch auf Aufnahme in eine bestimmte Schule gäbe es jedoch nicht. Da die Plätze in Friedrichsfehn auf 56 begrenzt seien, gäbe es Aufnahmekriterien. Bevorzugt werden sollten Schüler aus dem Einzugsbereich der Grundschule Friedrichsfehn und vor allem auch solche, deren Geschwister in Friedrichsfehn die Schule besuchten. Berücksichtigen wolle man leistungsstarke als auch leistungsschwächere Schüler. Die Restplätze würden doch Losentscheid vergeben.
SPD-Ratsfrau Freia Taeger betonte, dass das Aufnahmeverfahren der Oberschüler transparent gestaltet sein müsse. Es gäbe keine Alternative zu einer Zweizügigkeit für die OBS in Friedrichsfehn.
Grundsätzlich spricht sich die SPD dafür aus, dass Edewechter Schüler auch eine Gesamtschule besuchen könnten, dafür sei auch eine Elternbefragung notwendig. Bei der Einrichtung dieser neuen Schulform wolle man sich auch mit den Nachbargemeinden abstimmen.
