Bockhorn - Das hat es zumindest in der jüngeren Geschichte der Gemeinde Bockhorn noch nie gegeben. Die Fraktionssprecher aller im Rat vertretenden Parteien ziehen an einem Strang. Sie treibt eine Sorge um angesichts der Diskussionen um eine Integrierte Gesamtschule (IGS) im Südkreis: Was wird aus der Oberschule Bockhorn?
Thorsten Krettek (CDU), Johann Helmerichs (SPD), Christa Hoppenheit (UWG), Harald Duttke (FDP) und Rolf Scherer (Grüne) sagen: „Ein Dorf ohne Schule ist kein Dorf. Es hängt viel mehr daran als nur der Unterricht, es geht um das soziale Miteinander der Kinder, die Zusammenarbeit mit den Vereinen und Institutionen.“ Die guten Kontakte der Oberschule zur lokalen Wirtschaft würden die Möglichkeiten der Jugendlichen verbessern, vor Ort einen Ausbildungsplatz zu finden. Ein Plus in Bockhorn: „Die Zusammenarbeit zwischen Jugendpflegerin und dem Schulsozialarbeiter läuft hervorragend.“
Die fünf Kommunalpolitiker wollen sich nicht für oder gegen eine IGS wo auch immer positionieren, sie wollen nur eines: „Wir müssen unseren Schulstandort stärken.“ Beim „Tag der offenen Tür“ in der Oberschule (die NWZ berichtete) sei deutlich geworden, welches Potenzial, welches Engagement der Lehrer vorhanden sei. Harald Duttke: „Aufgrund der Ganztagsschule haben wir hier den Vorteil, ausreichend Lehrerstunden zu haben. Das darf nicht in Gefahr geraten.“
Christa Hoppenheit unterstrich: „Wir wollen auch den Eltern Planungssicherheit in der Schulwahl geben. Viele sind verunsichert, sie wissen nicht, wo sie ihre Kinder nach der Grundschule jetzt anmelden sollen.“ Rolf Scherer regte an: „Wir wollen unsere Kreistagsabgeordneten in dem Bewusstsein stärken, diese über Jahre so gute bewährte Schule zu bewahren.“
Johann Helmerichs betonte: „Der über den Elternwillen erfolgende Bürgerentscheid sollte so vom Landkreis umgesetzt werden, dass niemand in Mitleidenschaft gezogen wird.“ Alle Fraktionssprecher hoben hervor: „Die Verlässlichkeit in der Zukunftsplanung für Eltern und Kinder muss gegeben sein.“ Thorsten Krettek: „Das ist uns sehr wichtig, und darum wollen wir das Thema auch einhellig behandeln.“
