Brake - „Sie haben die Qual der Wahl – nutzen Sie dieses Privileg!“, sagte Franziska Schubert vom Institut für Talententwicklung (IfT) vor dem Jahrgang 11 des Gymnasiums Brake. Im Rahmen der Einweisungsveranstaltung für den im Mai 2017 anstehenden Besuch der Fachmesse für Ausbildung und Studium, vocatium 2017, in Oldenburg erklärte die Referentin, worauf Unternehmen und Bildungseinrichtungen achten, um geeignete und qualifizierte Bewerber aus der Vielzahl an Interessenten herauszufiltern.

Die sorgfältige Vorbereitung einer Bewerbung sei mindestens so wichtig, wie der Verlauf des Vorstellungsgespräches, so Schubert, da hierbei die Motivation potenzieller Auszubildender und Mitarbeiter offensichtlich werde. Die intensive Beschäftigung mit Unternehmenszielen, Geschäftszahlen und Marktpositionierung offenbare, wie sehr sich Bewerber mit den Unternehmen bereits vorab identifizieren. Dies gelte unter Personalverantwortlichen als Indikator für eine erfolgreiche Einstellungspolitik, ergänzte Lehrer Peter van Mark, der am Gymnasium Brake für die Berufs- und Studienorientierung verantwortlich zeichnet.

„Personalverantwortliche sichten oft Dutzende von Bewerbungen und führen eine Vielzahl an Auswahlgesprächen – da sind Alleinstellungsmerkmale der Schlüssel zum Erfolg. Dies können ein Engagement im Ehrenamt oder auch besondere sportliche Aktivitäten sein“, wissen die Referentin und der Pädagoge aus zahlreichen Gesprächen mit Personalchefs.

Die Messe vocatium zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sich die Schüler vorab für Gesprächstermine bei Firmen und Bildungseinrichtungen bewerben müssen, um dann vor Ort konkrete Meetings von 15 Minuten Dauer zu durchlaufen. Hierbei werden das persönliche Auftreten, die inhaltliche Vorbereitung des Gespräches sowie die Charaktereigenschaften der Bewerber beachtet und thematisiert und zudem individuelle Karrierechancen besprochen. In den vergangenen Jahren habe der Besuch der Messe, die am 16. und 17. Mai in den Weser-Ems-Hallen Oldenburg stattfinden wird, durchaus den Abschluss des einen oder anderen Ausbildungsvertrages oder die Zulassung zum dualen Studium zum Ergebnis gehabt, so der Politiklehrer. In jedem Fall sei das „Netzwerken“ eine Kompetenz, die in Zukunft zunehmend an Bedeutung gewinne.

Das Fazit der Braker Oberstufenschüler fällt durchweg positiv aus. Der geplante Messebesuch wird als Gelegenheit gesehen, den eigenen „Marktwert“ zu testen und bereits Erfahrungen bei Vorstellungs- und Auswahlgesprächen zu sammeln, bevor es nach dem Abitur 2018 ernst wird.