Eversten - Mit dem „Schulexpress“ hat die Grundschule Staakenweg eine Vorreiterrolle eingenommen. Denn bereits seit 2011 heißt das Motto hier „Wer selber geht, der ist schon groß“. Und nun sollen Kinder und auch Lehrkräfte sogar noch intensiver dazu motiviert werden, sich zu bewegen.
„Zu Fuß zur Schule“ ist das Motto der beiden Aktionswochen, die am Donnerstag, 9. Juli, mit einem Verkehrstag enden. „Läuft sehr gut“, sagt Lehrerin Edith Engeler nach dem Zwischenstand befragt. Sogar an einem Regentag hätten die Kinder sich nicht mit dem Auto von ihren Eltern zur Schule bringen und wieder abholen lassen. Mit diesen Aktionswochen wolle man noch mehr für den „Schulexpress“ werben, sagt Engeler. Dessen Prinzip ist einfach: Haltestellen, die mit blauen Schildern gekennzeichnet sind, stellen Treffpunkte dar, an denen sich die Kinder miteinander verabreden können, um von dort gemeinsam zur Schule zu gelangen.
Die Grundschule Staakenweg schloss sich als erste in Oldenburg dem Projekt „Schulexpress“ an, das vor elf Jahren von einer Elterninitiative im Bremer Stadtteil Borgfeld ins Leben gerufen wurde. Wie berichtet, folgten bisher die Grundschulen Klingenbergstraße (2014) und Bümmerstede (Mai 2015).
In den zwei Aktionswochen soll nun deutlich gemacht werden, dass es auch ohne Auto geht. Dabei werden die auf dem zur Schule zurückgelegten Kilometer der Kinder im Schulwegtagebuchplan notiert. „Am Ende wird die Gesamtstrecke der ganzen Schule ausgerechnet, die die Kinder und auch die Lehrkräfte zu Fuß oder mit dem Rad absolviert haben. Auf einer Weltkarte kennzeichnen wir dann feierlich unsere möglichen Zielpunkte“, erklärt Edith Engeler.
Und zum Schluss gibt es den Verkehrstag. Die Verkehrspolizei, Eltern der Grundschulkinder und 14 Neuntklässler mit ihrer Lehrerin Grit Knoll von der Oberschule an der Ellerbäke in Bookholzberg (Landkreis Oldenburg) sind dann mit vielen Angeboten „Rund um den Verkehr“ beteiligt. Im Profil „Gesundheit und Soziales“ beschäftigen sich die Schüler aus Bookholzberg nämlich gerade mit dem Thema Sozialpädagogik, und die Planung des Verkehrstages gehört zu ihrem Unterricht.
Edith Engeler weiß: „Sie freuen sich, dass sie mitwirken dürfen und basteln schon lange mit Freude an den Spielstationen, die sie dann auch betreuen werden.“
